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GOSSAU: Stadtwerke bauen Infoservice aus

Die Stadtwerke wollen näher zu potenziellen Glasfaser-Kunden und arbeiten schon bald mit Fachgeschäften im Stadtzentrum zusammen. Diese sollen neutral über Netz und Angebote informieren.
Sebastian Schneider
Das Interesse an Glasfasern wächst in Gossau. (Bild: Steffen Schmidt/KEY)

Das Interesse an Glasfasern wächst in Gossau. (Bild: Steffen Schmidt/KEY)

Das Gossauer Glasfasernetz wird dichter und dichter. Und je mehr Anschlüsse zur Verfügung stehen, desto mehr Angebote werden genutzt. Man sei auf Kurs, heisst es bei den Stadtwerken. Und man spüre, dass das Bedürfnis nach Glasfasernutzung zunehme, sagt Markus Baer, Leiter der Stadtwerke. Immer mehr Anfragen von Interessierten bestätigten dies. Um gerade dem steigenden Informationsbedürfnis gerecht zu werden, gehen die Stadtwerke nun neue Wege.

Dank Fachgeschäften im Zentrum präsent

Gossauerinnen und Gossauer sollen sich vor Ort und von Angesicht zu Angesicht informieren können. Die Stadtwerke haben bereits im Frühling angekündigt, dass sie ein Angebot, wie etwa eine Verkaufsstelle im Stadtzentrum, prüfen (Tagblatt vom 16. April). Mittlerweile kann Markus Bear konkreter werden: «Wir sind mit verschiedenen fachspezifischen Unternehmen im Gespräch.» Diese Geschäfte sollen als Informationsstellen fungieren: «Potenzielle Kunden können sich dort über den Ausbau des Netzes und die aktuellen Angebote informieren.» Wichtig sei, dass die Informationen unabhängig und neutral weitergegeben werden. «Unsere Aufgabe ist ja, über das Glasfasernetz und die Angebote zu informieren, und nicht, Verkaufsgespräche zu führen.» Da mehrere Fachgeschäfte involviert seien, sollte die Neutralität sichergestellt sein. Zudem sei das System für potenzielle Kunden ziemlich bequem und eine deutliche Besserung zur heutigen Situation: «Die Stadtwerke liegen an der Bischofszellerstrasse 90 für die meisten ja nicht gerade zentral.» Wo genau die Informationsstellen sein werden, kann Baer aufgrund der noch laufenden Gespräche nicht sagen. Bis es so weit ist, könne man sich weiterhin im Telecom-Shop der St. Galler Stadtwerke an der Vadianstrasse informieren. Bereits jetzt versuche man die Bevölkerung so gründlich wie möglich zu informieren und nutze dafür verschiedene Kanäle wie etwa die Kundenzeitschrift, ein Ratgeber in der GoZ, Infoveranstaltungen oder auch Broschüren. Zudem werde man an der Gossauer Gewerbeausstellung G17 präsent sein. Für diese Massnahmen seien im Budget 50 000 Franken vorgesehen, verrät Baer.

Zurückhaltender sind die Stadtwerke beim Publizieren von Kundenzahlen. Gerade von der SVP wurden genaue Auskünfte dazu vermisst, und Stadtparlamentarierin Désirée Baldegger verlangte im April in einer Einfachen Anfrage vom Stadtrat konkrete Kundenzahlen. Die Antwort lieferte die Stadtregierung noch im Juli. Per Ende April dieses Jahres gab es 100 Glasfaser-Kunden. Die Zahl sei aber nicht so klein, wie sie auf den ersten Blick scheinen mag, und sie entspreche den Erwartungen, hiess es. Ohnehin sei entscheidend, wie viele Kunden die Glasfasern nicht jetzt, sondern langfristig nutzten. Dennoch: der Businessplan, der auf 25 Jahre angelegt ist, wurde kürzlich aktualisiert, wie Markus Baer sagt. «Der Markt ist sehr dynamisch, wir müssen das Projekt regelmässig kritisch beurteilen und den Veränderungen im Markt anpassen», sagt Baer. So habe man im Businessplan Änderungen vorgenommen in Bezug auf Einkaufspreise oder habe auch Veränderungen der Marktpreise berücksichtigt. Die Refinanzierung bis 2040 sei nach wie vor realistisch, jedenfalls setze man alles daran, dies zu erreichen. Kundenzahlen seien kein Geschäftsgeheimnis: «Dreimal im Jahr erhält der Stadtrat von uns Geschäftszahlen, diese zum Stand des Glasfasernetzes sind darin ein Sonderbestandteil.»

Netz in sechs Jahren fertig gespannt

Das Glasfasernetz wird von den Stadtwerken gebaut und zur Verfügung gestellt. Genutzt wird es von der Swisscom sowie neun weiteren Dienstanbietern. Diese Firmen entwickeln verschiedene Angebote zur Nutzung des schnellen Internets. Bis Ende Jahr sollen 40 Prozent aller Gossauer Haushalte und Unternehmen einen Anschluss haben. Bis auch Wohnungen in den Aussenquartieren erschlossen sind, dauert es aber noch. Planmässig werden 96 Prozent der Haushalte im Jahr 2022 erschlossen sein.

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