GOSSAU: Stadtrat will aufholen

Mit einem Ausbau von Tagesstrukturen in Primarschulen soll Gossau für Familien attraktiver werden. Am Stadtapéro erklärte Schulpräsident Urs Blaser, was geplant ist.

Manuela Bruhin
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Mittagstische in Primarschulen soll es in Gossau bald mehr geben. (Bild: Nana do Carmo)

Mittagstische in Primarschulen soll es in Gossau bald mehr geben. (Bild: Nana do Carmo)

GOSSAU. Wenn es um das Thema Tagesstrukturen in Primarschulen geht, wurde in Gossau bislang wenig getan. «Das Angebot bei uns ist im Vergleich mit ähnlichen Städten unterdurchschnittlich», brachte es Schulpräsident Urs Blaser vergangenen Samstag auf den Punkt. Am Stadtapéro in der ziemlich gut gefüllten Mensa des Gymnasiums Friedberg stand der geplante Ausbau der familienergänzenden Tagesstrukturen zuoberst auf der Traktandenliste.

Vereinbarkeit gewährleisten

Künftig sollen an den drei Standorten, bei den Primarschulhäusern Othmar, Haldenbüel und Büel, rund 60 Betreuungsplätze zur Verfügung stehen. Von sieben Uhr morgens bis 18 Uhr abends werden die Kinder berufstätiger Eltern betreut – und dies auch während neun Schulferienwochen. Der Tarif ist stufenlos und linear – er beträgt zwischen 24 Franken und 67 Franken. «Die Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf soll so besser gewährleistet sein – auch in Gossau», sagte Blaser. Über den 420 000 Franken hohenKredit wird kommenden Dienstag im Stadtparlament abgestimmt. Bei einem positiven Ausgang käme die Vorlage bereits im November vor das Volk, damit der Start im Sommer 2017 vollzogen werden kann.

Verhandlungen sind im Gang

Auch im Gewerbegebiet Langfeld hat sich einiges getan. Die insgesamt drei Baufelder von knapp 16 000 Quadratmeter sollen für das örtliche Gewerbe genutzt werden. Auf der rund 8300 Quadratmeter grossen Fläche sei man in konkreten Verhandlungen mit der GNG Garagen Neudorf-Grünegg AG, so Stadtpräsident Alex Brühwiler. Hier sollen Verkaufsräume der Marken Audi, VW und Seat entstehen, jedoch keine Tankstelle. Auf dem zweiten Baufeld gäbe es noch keine ernsthaften Interessierten. Auf der dritten, rund 2900 Quadratmeter grossen Fläche stünde die Stadt in direkten Verhandlungen mit der Plattenlegerfirma Karl Weil AG. Bis schätzungsweise Ende des Monats sollen die beiden Verträge unterschrieben sein.

Eigenständige Stadtwerke

Den Abschluss des Stadtapéros bildeten die Ausführungen der Stadträtin Gaby Krapf-Gubser. Die Stadtwerke sollen sich künftig verselbständigen. Im Herbst oder Winter wird darüber im Parlament entschieden.

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