GOSSAU: Sportanlagen nehmen weitere Hürde

Zum Masterplan liegen neue Details vor. Noch immer steht aber nicht fest, ob über einen Rahmenkredit oder über einzelne Beträge abgestimmt wird.

Angelina Donati
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Zwischen den Sportanlagen im Gebiet Buechenwald wird ein öffentlicher Platz geschaffen.Visualisierung: Stadt Gossau/PD

Zwischen den Sportanlagen im Gebiet Buechenwald wird ein öffentlicher Platz geschaffen.Visualisierung: Stadt Gossau/PD

Angelina Donati

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@tagblatt.ch

Die Vertiefungsarbeiten am Masterplan «Sportanlagen Buechenwald und Rosenau» sind abgeschlossen. Damit ist nun die Basis für Projektwettbewerbe und Projektierungen geschaffen. Der Wettbewerb für das Hallenbad soll Anfang 2018 ausgeschrieben werden. Erst aber wird die vor­beratende Kommission über den Masterplan befinden, ehe das Grossprojekt voraussichtlich im November ins Parlament gelangt.

Die Vertiefung habe insbesondere für das Gebiet Buechenwald zu wesentlich mehr Qualität geführt, wie der Stadtrat mitteilt. So sollen Freiflächen als öffentlicher Raum dienen. Eingeladen wird dort zu Freizeitaktivitäten: Sei es Tischtennis, Pétanque – ein Gesellschaftsspiel mit Kugeln – oder zu Fitnessübungen an Geräten. «Damit wird für die gesamte Bevölkerung, auch für Nichtsportler, ein Mehrwert geschaffen», sagt Stadträtin Gaby Krapf, Vorsteherin Hochbau ad interim. Was mittlerweile ebenfalls feststeht, ist, dass der Trainings- und Wettkampfraum für Judo in der neuen Dreifachhalle im Gebiet Buechenwald eingeplant wird. Hierfür sind rund 450 Quadratmeter vorgesehen. «Hingegen sprengt eine neue Tennishalle mit drei Hallen- und fünf Aussenplätzen den Rahmen des Masterplans», heisst es weiter. Dazu brauche es eine Fläche von mindestens 8000 Quadratmetern. Auch eine Indoor-Schiessanlage mit 24 Scheiben und einer Fläche von 2000 Quadratmetern könne in den Gebieten Buechenwald oder Rosenau nicht berücksichtigt werden. «Diese beiden Sportarten werden dennoch nicht aus der Planung herausgekippt», betont Gaby Krapf. Die Standortsuche gehe weiter, allerdings werde das Voranschreiten der anderen geplanten Sportanlagen prioritär behandelt. Die vertiefte Betrachtung habe auf jeden Fall gezeigt, dass es sinnvoll sei, Tennis und Schiesssport am selben Ort zusammenzulegen.

Unklar, ob Rahmenkredit oder einzelne Beträge

Mit den neuen Erkenntnissen in Sachen Judo, Schiessen und Tennis ist nun klar, wie sich die Kerngebiete Buechenwald und Rosen­au künftig gestalten werden. Im Gebiet Rosenau liegt der Schwerpunkt auf Schulsport und Trainingsbetrieb. Als Ersatz für das heutige Hallenbad mit Doppelturnhalle ist eine Mehrfachsporthalle geplant sowie auch ein Hartplatz mit 100-Meter-Bahn, eine Weitsprunganlage und ein Rasenspielfeld. Anlagen mit Publikumsaufkommen sind im ­Gebiet Buechenwald angedacht. Dort wird neben dem Freibad das neue Hallenbad angegliedert. Daneben sind fünf Fussballplätze geplant, einer davon mit Tribüne, eine neue Dreifachturn­halle, ein Basketballplatz sowie Leichtathletikanlagen.

Vage gibt sich der Stadtrat, ob in der Abstimmungsvorlage ein Rahmenkredit für alle Anlagen gelistet sein wird oder einzelne Kredite eingeholt werden. Das Investitionsvolumen von 84 Millionen Franken ist auch nach den neuesten Erkenntnissen gleich geblieben. Auch rechnet der Stadtrat nach wie vor mit einem Ungenauigkeitsfaktor von 20 Prozent. «Tatsächlich ist das Projekt eine grosse Kiste. Für Goss­au aber auch eine riesengrosse Chance», sagt Gaby Krapf. Falls der Masterplan verworfen wird, müssen bei bestehenden Anlagen Sanierungs- und Unterhaltsarbeiten gemacht werden. Ein Beispiel ist das in die Jahre gekommene Hallenbad. Total würden sich die Ausgaben auf 26 Millionen Franken belaufen, davon alleine 19 Millionen für das Hallenbad.

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