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GOSSAU: Sie ist seit 40 Jahren treu

Seit 40 Jahren arbeitet Martha «Mägi» Senn bei Coop. Den grössten Teil davon hat sie in Gossau verbracht, wo sie heute arbeitet. In all den Jahren hat vor allem die Technologie ihre Arbeit verändert.
Perrine Woodtli
Martha Senn ist im Coop Gossau unter anderem für aktuell 17 Kassierinnen zuständig. (Bild: Urs Bucher)

Martha Senn ist im Coop Gossau unter anderem für aktuell 17 Kassierinnen zuständig. (Bild: Urs Bucher)

Ihren ersten Arbeitstag bei Coop hatte Martha Senn in einer kleinen Filiale in Bruggen. Das war am 4. April 1977. Seither sind 40 Jahre vergangen. 40 Jahre, in denen Martha Senn Coop stets treu geblieben ist. Heute ist die 59-Jährige verantwortlich für den Bereich Kasse/Service und kümmert sich um das Geldwesen und die Personaleinsatzplanung im Coop Gossau. Senn kam eigentlich aus einer anderen Branche. «Ich habe eine Ausbildung zur Damenkonfektionsverkäuferin gemacht», sagt sie, die bei allen nur als «Mägi» bekannt ist. Als sie aber hörte, dass in Bruggen eine Leiterin für den Non-Food-Bereich gesucht wird, dachte sich die damals 19-Jährige: «Ich kann das.» Kurz darauf war sie Leiterin und bildete Lehrlinge aus. Senn schmunzelt. «Das war schon speziell. Ich war doch selber gerade noch ein Lehrling.»

Nach zwei Jahren in Bruggen verschlug es sie in die Filiale in Gossau. Danach machte sie einen Abstecher nach Amriswil. «Dort gefiel es mir aber nicht, und mich zog es bald zurück nach Gossau», sagt Senn. In Gossau arbeitete sie nicht mehr im Non-Food-Bereich, sondern in der Blumenabteilung, wo sie ihre Leidenschaft für Dekorationen entdeckte. Seit vielen Jahren geht sie an den Bischofszeller Weihnachtsmarkt und verkauft Adventsgestecke und -dekorationen. «Ich bin ein kreativer Mensch, das ist mein Ausgleich zum Beruf.» Schliesslich wechselte sie ins Büro, wo sie bis heute blieb. Zu ihrem Jubiläum sagt sie: «Ich hatte als 19-Jährige definitiv nie geplant, so lange zu bleiben.» Woanders zu arbeiten war nie Thema. In all der Zeit habe es nahezu keinen Tag gegeben, an dem sie dachte: «Heute habe ich keine Lust.»

Offen für neue Entwicklungen
Seit ihrem ersten Arbeitstag 1977 hat sich viel verändert. «Früher haben wir alles noch von Hand gemacht», sagt Senn. Mit der Sortimentsliste sei sie jeweils vor die Regale gestanden und habe jede Ware einzeln gezählt. «Die Bestellung habe ich einmal pro Woche ganz altmodisch per Telefon aufgegeben.» Einmal in der Woche sei dann der Lastwagen mit der ganzen Ware gekommen. «Das muss man sich mal vorstellen.» Heute werden Artikel automatisch nach Bedarf geliefert. «Früher war alles komplizierter, und alles gab viel mehr Arbeit», sagt Senn. Sie erinnert sich auch noch gut daran, als 1988 das Scanningsystem eingeführt wurde. «Solche Neuerungen fand ich immer spannend», sagt Senn. «Als das Passabane-System oder die Selbstscanningautomaten kamen, waren viele Kunden skeptisch. Ich hingegen fand das faszinierend.» Genau solche Dinge würden ihren Beruf interessant machen. «Wir mussten immer wieder Neues lernen. Ich fand diese Herausforderungen super», sagt die 59-Jährige. Herausforderungen gebe es auch im Alltag genügend. «Wenn eine Kasse nicht funktioniert, krieche ich selber unter den Tisch und probiere.» Erst wenn sie es nicht hinkriege, rufe sie jemanden.

Australienreise als Belohnung
Besonders wichtig sind Senn ihre Mitarbeiter. «Ich habe ein tolles Team. Alle sind hilfsbereit, und wir arbeiten gut zusammen. Ich begegne ihnen mit Respekt, und sie mir.» Das sei nicht selbstverständlich. Nicht nur zu den Kollegen pflegt Senn einen guten Kontakt. Wenn sie durch den Laden geht, begrüsst sie alle paar Regale ein bekanntes Gesicht. «Seitdem ich im Büro arbeite, hat der Kundenkontakt schon abgenommen», sagt sie. Trotzdem kenne sie zahlreiche Kunden – vor allem vom Sehen her. «Ich habe leider eine Schwäche bei Namen. Mit denen tue ich mich schwer.»

Wenn die gebürtige Obereggerin gerade nicht ihre hellblaue Coop-Bluse trägt, verbringt sie ihre Freizeit in der Natur, am liebsten in den Bergen. Oder sie geht auf Reisen mit dem Camper – besonders Australien hat es ihr angetan. Dorthin geht es auch nächsten Winter. Für ihre 40 Dienstjahre konnte Senn zwischen einem Geldbetrag oder 22 Ferientagen wählen. Für sie keine Frage. «Ich nehme natürlich die Ferien.» Für die 59-Jährige ist klar, dass sie auch die letzten Arbeitsjahre bei Coop bleibt. Sie arbeite gern, freue sich aber, wenn sie mehr Zeit für anderes habe. «Irgendwann ist genug gearbeitet. Der Camper wartet.»

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