GOSSAU: Sich einen Traum erfüllt

Im Gebiet Halden in Gossau entstehen neun grosse Terrassenwohnungen. Bezugstermin der «3 Halden» ist im Sommer 2017. Erste Pläne für den Bau gab es bereits vor 17 Jahren.

Angelina Donati
Merken
Drucken
Teilen
Wohnen im Haldenbüel-Gebiet: Die Nachfrage für die Terrassenwohnungen «3 Halden» ist gross. Acht von neun Wohnungen sind verkauft. (Bild: Visualisierung: pd/Immocity AG)

Wohnen im Haldenbüel-Gebiet: Die Nachfrage für die Terrassenwohnungen «3 Halden» ist gross. Acht von neun Wohnungen sind verkauft. (Bild: Visualisierung: pd/Immocity AG)

GOSSAU. Eine grüne Fläche westlich hinter der Kirche Haldenbüel und dem Schulhaus, mitten im Wohnquartier: Von diesem Standort ist Paul Somm, Geschäftsleiter der Immocity AG, seit jeher überzeugt. Bereits vor 17 Jahren plante er, hier Terrassenwohnungen zu erstellen. Doch das Bauvorhaben hatte es in sich, und wegen Einsprachen von Anwohnern kam es immer wieder zum Stillstand. «Das Hauptproblem lag in der Erschliessung des Grundstücks», sagt Paul Somm, der seit 40 Jahren in Gossau lebt. Aufgeben sei für ihn aber nie eine Option gewesen. Das «Dranbleiben» hat sich für ihn nun gelohnt. Mehr noch: Er habe sich mit dem Projekt einen grossen Traum erfüllt.

Sicht auf Alpstein

Was aber macht diesen Standort so einmalig? «Es ist eine zentrale Lage, sehr sonnig und zudem sehr ruhig», sagt Somm. Insgesamt entstehen hier drei Häuser mit je drei Eigentumswohnungen. Daher auch die Bezeichnung «3 Halden». Die Fläche der drei 5,5-Zimmer-Wohnungen und sechs 4,5-Zimmer-Wohnungen beträgt je rund 200 Quadratmeter. Hinzu kommt die Fläche der Terrasse, die sich auf knappe 100 Quadratmeter pro Wohnung beläuft. «Die Hälfte davon ist gedeckt.» Auf den Flachdächern gebe es eine extensive Begrünung. Ausgerichtet sind die Grundstücke nach Westen. «Auch der Alpstein mit dem Säntis ist gut sichtbar», sagt Somm und zeigt auf das aktuell wolkenverhangene Massiv.

Fast alle Wohnungen verkauft

Obwohl der Vertreter der Bauherrin Immocity AG selber von der Lage stets überzeugt war, hat es ihn überrascht, wie gross das Interesse von potenziellen Bewohnern war und wie rasch sich die Wohnungen verkauften. Schliesslich haben die exklusiven Wohnungen mit 1,5 Millionen Franken auch ihren Preis. Bis auf eine Wohnung, die momentan reserviert ist, sind laut Somm alle bereits vergeben.

«Interessanterweise setzen sich die Eigentümer aus allen Altersklassen zusammen. Darunter auch Familien, mit kleinen Kindern.» Eine eigentliche Zielgruppe sei nicht definiert worden. Somm sei ursprünglich davon ausgegangen, dass sich eher Personen angesprochen fühlen, die aus ihrem Einfamilienhaus ausziehen und sich auf das Alter hin lieber in einer Wohnung niederlassen wollen. Die Käufer stammen alle aus Gossau und der näheren Umgebung. Der Aussage, dass Gossau immer mehr zum exklusiven Wohnort wird, kann Somm nicht zustimmen. «Gossau verfügt über Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten.» Er sagt aber auch, dass es immer schwieriger werde, günstigen Wohnraum zu schaffen. «Die verschärften Vorschriften verteuern die Bauprojekte.»

Bauzone auf dem Schulweg

Diesen Frühling wurde während dreier Monate mit dem Aushub für die Tiefgarage von «3 Halden» begonnen. Zehn Meter tief in die Erde. Mittlerweile ist bereits das erste Geschoss sichtbar. Ob Beton, Stahlträger oder Glas – der gesamte Baustellenverkehr wird durch die im Verhältnis schmale Tellstrasse geführt. Was nicht ganz unproblematisch ist, zumal auch Kinder auf diesem Strässchen zum Haldenbüel-Schulhaus gelangen. Zugute käme nun die Ferienzeit. Aber auch danach seien die Lastwagenfahrer auf grosse Vorsicht bedacht, wie Paul Somm sagt. Die meisten Kinder würden sicherheitshalber auf einen anderen Weg ausweichen.

Ende Jahr soll der Rohbau fertig erstellt sein. Bezugstermin ist im Sommer 2017.