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Gossau Ost anschliessen

GOSSAU. Herisau plant seit über 50 Jahren an einer Umfahrungsstrasse, und der Ausserrhoder Hauptort will für die Region auch einen direkten Anschluss an die A1. Gossau hat ebenfalls Bedürfnisse.
René Hornung
Baustelle Kühlhaus: Dereinst, wenn im Osten Gossaus der Autobahnanschluss gebaut wird, hat das Kühlhaus den Betrieb längst aufgenommen. (Bild: Ralph Ribi)

Baustelle Kühlhaus: Dereinst, wenn im Osten Gossaus der Autobahnanschluss gebaut wird, hat das Kühlhaus den Betrieb längst aufgenommen. (Bild: Ralph Ribi)

Seit über zehn Jahren liegen die weitgehend detaillierten Pläne für die Verkehrsentlastung Herisaus und für eine direkte Verbindung zur Autobahn A1 vor. Der Kern der Umfahrung Herisau wäre der Nieschbergtunnel, der «Anschluss Appenzellerland» oder auch Anschluss «Gossau Ost» an die A1 käme ins Industriegebiet Gossau Ost/St. Gallen-Winkeln zu liegen. Die Planung hat bereits einen genauen Ort bestimmt: zwischen den Gebäuden der beiden Betriebe Suttero und Swiss Industrial (ehemals Swiss Dairy Food).

Seit Herbst 2008 in Bern

Der neue Autobahnzubringer, die A25, würde in einer Kurve zum rund zwei Kilometer langen Wachteneggtunnel führen, der den Verkehr bis an den Ortsrand von Herisau im Gebiet Kreuzweg bringen soll. Das Projekt ist weitgehend ausgearbeitet und liegt seit dem Herbst 2008 in Bern. Das eigentliche Auflageverfahren allerdings ist noch nicht erledigt. Der Bund hat aber bereits für acht Millionen Franken 7000 Quadratmeter Boden im Industriegebiet Gossau Ost/Winkeln gekauft, um die Linienführung zu sichern.

Im Februar dieses Jahres hat auf Initiative des Gewerbevereins Gossau ein Treffen mit Bundesparlamentariern, den beiden Kantonen Appenzell und St. Gallen sowie der Wirtschaft der Region Gossau und St. Gallen-Winkeln stattgefunden. Dabei wurde das weitere gemeinsame Vorgehen festgelegt. «Lobbyarbeit bei den Entscheidungsgremien in Bern ist für die Region sehr wichtig», zieht Max Nadig, Leiter des Standortmarketings Gossau, Bilanz. Angekündigt wird ein neues Projektpapier mit den wichtigsten Fakten und ein Kommunikationskonzept. Nadig wird dieses unter Leitung des Ausserrhoder Regierungsrates Jakob Brunnschweiler ausarbeiten. Nadig stellt in diesem Zusammenhang klar, dass dieses Projekt nichts mit der immer wieder diskutierten Umfahrung Gossau zu tun hat.

Preiserhöhung Vignette

Wie es weitergehen könnte, schildert der Appenzell-Ausserrhoder Kantonsingenieur Urban Keller: Als Nächstes wird das Bundesparlament über den so genannten Netzbeschluss entscheiden müssen, mit dem rund 400 Kilometer Strassen neu vom Bund übernommen werden sollen – die Umfahrung Herisau und der künftige Anschluss Appenzellerland der A1 sollten auch dazu gehören. Gleichzeitig wird es in Bern um eine deutliche Preiserhöhung für die Autobahnvignette gehen. Wenn dieser Netzbeschluss gefällt ist, muss der Bund dann die zahlreichen Projekte priorisieren.

4,2 Milliarden Franken

Zurzeit spricht man von 4,2 Milliarden Franken, die das Parlament in Bern für alle Projekte ausgeben will. Dass das Geld nicht für alle reicht, ist klar. Allein in der Ostschweiz gibt es mehrere Strassenabschnitte, die künftig vom Bund übernommen und aus- oder neu gebaut werden sollen: das Stadttunnel Rapperswil-Jona, ein zusätzlicher Autobahnanschluss Rorschach, die Thurtalstrasse im Thurgau, die Südspange in der Stadt St. Gallen und eben auch die Umfahrung Herisau mit dem direkten A1-Anschluss.

Der Anschluss Appenzellerland ist unter den Ostschweizer Projekten allerdings eines der günstigeren. Vor bald zehn Jahren schätzte die Ausserrhoder Regierung die Kosten für die Umfahrung Herisau samt Anschluss an die A1 auf 336 Millionen Franken. Im Vergleich: die rund 6,5 Kilometer lange A1-Spange St. Gallen dürfte rund 1,2 Milliarden kosten.

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