Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

GOSSAU: Nicht luxuriös, dafür zweckmässig

Stühle statt Festbänke und ein Beamer: 35000 Franken hat die Stadt Gossau in die Infrastruktur des Marktstüblis investiert. Ausserdem wurden die Öffnungszeiten und die Nutzungsart erweitert.
Angelina Donati
Vor kurzem wurden im Marktstübli an der Gutenbergstrasse eine neue Theke und drei schmale Schränke eingebaut. (Bilder: Ralph Ribi)

Vor kurzem wurden im Marktstübli an der Gutenbergstrasse eine neue Theke und drei schmale Schränke eingebaut. (Bilder: Ralph Ribi)

Angelina Donati

angelina.donati

@tagblatt.ch

Ein Mitarbeiter der Gossauer Stadtverwaltung kurbelt die zahlreichen Fensterläden im Marktstübli hoch. Einen nach dem anderen. Das dauert. Dann, als das ­Tageslicht den grossen Raum erhellt, macht sich eine gähnende Leere breit. Auf den ersten Blick lässt sich darum auch nicht genau erkennen, was denn nun an der Infrastruktur geändert haben soll. Dennoch hat die Stadt Gossau Investitionen von knapp 35000 Franken getätigt, wie Ivan Furlan, Leiter Hochbauamt, bestätigt.

Erst auf den zweiten Blick sind die Anschaffungen erkennbar: Die neue Theke, die in schlichtem Weiss und ausgestattet mit wenigen Regalen dezent gehalten wird. An der Wand gleich gegenüber sind drei schmale Schränke neu. Noch wichtiger aber scheinen für die Benutzer des Markstüblis deren Inhalte zu sein. Auf vielseitigen Wunsch zahlreicher Vereine gibt es nun endlich Geschirr, Besteck und Gläser. Jeweils genau 50 Stück an der Zahl. Für 50 Personen ausgerichtet sind auch die Sitzgelegenheiten mit neuen Tischen und Stühlen. Die Festbänke, auf denen langes Sitzen als nicht gerade komfortabel empfunden wurde, haben ausgedient. Für eine kurzfristige Aufstockung stehen sie aber noch im Abstellraum bei der Eingangstür zur Verfügung. Vorgesehen sei zusätzlich noch die Installation eines Beamers mit Leinwand, wie es in einer Mitteilung heisst. Noch diesen Monat soll die Installation erfolgen.

In zwei Jahren wird Zwischenbilanz gezogen

Dass es sich bei den Erneuerungen nicht um einen grossen Lupf handelt, ist man sich bei der Stadt bewusst. «Schnell aber läppern sich ein paar tausend Franken zusammen», sagt Ivan Furlan. Und Stadtpräsident Alex Brühwiler ergänzt: «Es handelt sich um keine luxuriöse Einrichtung. Dafür aber ist sie zweckmässig.» Die Leitplanken für die weitere Nutzung des Marktstüblis sind also gesetzt. So hatte sich der Stadtrat im Januar auf Druck der Bevölkerung entschieden, den Raum im Erdgeschoss des Alten Gemeindehauses doch nicht an das Sozialberatungszentrum abzutreten. Damit das Marktstübli auch rege genutzt wird, dürfen neu nicht nur Vereinsanlässe, sondern auch private Feste und regelmässig wiederkehrende Veranstaltungen durchgeführt werden. Zwei erste private Feste sind laut Ivan Furlan bereits über die Bühne gegangen, zwei weitere folgen noch. Die Tarife für solche Belegungen bewegen sich im ähnlichen Rahmen wie jene des Mehrzweckgebäudes in Arnegg. Und die Öffnungszeiten des Marktstüblis hat der Stadtrat an die des Fürstenlandsaals angepasst: Musik bis 1 Uhr, Ende des Anlasses um 2 Uhr. Die Feiertage seien ausschliesslich religiösen Veranstaltungen vorbehalten.

Mit all diesen Anpassungen hat der Gossauer Stadtrat die Rahmenbedingungen für die Nutzung des Marktstüblis bis Ende 2019 festgelegt. Im Frühling 2019 wird eine Zwischenbilanz gezogen und überprüft, ob der Raum für die Vereine wirklich von so grosser Bedeutung ist, wie diese unmissverständlich kommuniziert haben. Danach wird entschieden, wie es mit dem Marktstübli weitergeht.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.