GOSSAU: Nach «struber Zeit» ist Landi wieder auf Kurs

Nach einem durchwachsenen Geschäftsjahr blickt die Landi Fürstenland AG neuen Projekten entgegen. Eines davon ist der Neubau der Gossauer Filiale. Nach langen Verzögerungen steht nun der Spatenstich kurz bevor.

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Die Landi will an die Bischofszellerstrasse ziehen. (Bild: Manuela Bruhin)

Die Landi will an die Bischofszellerstrasse ziehen. (Bild: Manuela Bruhin)

Was lange währt, wird endlich gut: Dieses Sprichwort könnte vielleicht auch auf den geplanten Neubau der Landi an der Bischofszellerstrasse in Gossau zutreffen. Nach jahrelangen Verzögerungen warten die Verantwortlichen in diesen Tagen auf den Bescheid der Behörden, wie Geschäftsführer Beat Meier an der Generalversammlung der Landi Fürstenland AG in Wittenbach erklärte. Das Projekt setze eine Bachoffenlegung voraus, und über jenes subventionsberechtigte Vorhaben entscheiden nun die Instanzen. Alleine die Bachoffenlegung schlage mit 910000 Franken zu Buche. Die Gesamtkosten des Neubaus belaufen sich auf 4,7 Millionen Franken. «Ein rechter Lupf», sagt Meier.

1250 Quadratmeter Ladenfläche soll die neue Filiale in Gossau beinhalten – und damit viermal so gross sein wie der heutige Laden an der Bahnhofstrasse. «Die Verhältnisse sind momentan sehr beengend, was wiederum personal- und kostenintensiv ist», so Meier weiter. Die Ansprüche, welche den geplanten Neubau betreffen, sind demnach hoch. Man erhoffe sich einen neuen Schub, sagte Verwaltungsratspräsident Walter Keller.

Insgesamt blickt die Landi Fürstenland AG auf ein schwieriges Geschäftsjahr zurück. Nebst der kalten Witterung im Frühling, welche sich negativ auf die Ernte und den Detailhandel auswirkte, litt man unter starken personellen Veränderungen. Wechsel im Kader sowie bei langjährigen Mitarbeitern forderten Neurekrutierungen, wie es dem Jahresbericht zu entnehmen ist. «Es war eine strube Zeit», bringt es Keller auf den Punkt. Mit einem neuen Kader sowie der bewährten Crew nehme man jedoch mit dem Neubau in Gossau sowie der Einführung einer neuen Software zwei Grossprojekte in Angriff. Trotz aller Umstände konnte ein kleiner Finanzertrag erreicht werden. Die gesunde Bilanz ermöglichte es dem Verwaltungsrat sogar erstmals, der Generalversammlung die Ausschüttung einer Dividende von fünf Prozent zu beantragen. Das Jahr 2017 sei super gestartet und man sei auf Kurs, versicherte Meier.

Manuela Bruhin

redaktiongo@tagblatt.ch