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GOSSAU: Im Alter Teil der Gesellschaft sein

Ältere Menschen ins öffentliche Leben integrieren und selbstbestimmtes Wohnen fördern: Dafür setzt sich Oliver Hofmann ein. Im Casa Solaris und bis vor kurzem auch als Stiftungspräsident im Wiborada Bernhardzell.
Nina Rudnicki
Oliver Hofmann ist Geschäftsführer des Casa Solaris: «Heute erfolgen Heimeintritte oft im letzten Moment», sagt er. (Bild: Hanspeter Schiess)

Oliver Hofmann ist Geschäftsführer des Casa Solaris: «Heute erfolgen Heimeintritte oft im letzten Moment», sagt er. (Bild: Hanspeter Schiess)

Nina Rudnicki

redaktiongo@tagblatt.ch

Eine Bürotür, die immer offen ist. Einmal im Monat ein runder Tisch für die Bewohnerinnen und Bewohnern des Alterszentrums Casa Solaris in Gossau. Eine eigene Hauszeitung. Und regelmässige Gespräche mit den Mitarbeitenden: Das sind Neuerungen, die Oliver Hofmann seit seinem Jobantritt vor einem halben Jahr als Gesamtleiter der Casa Solaris AG mit Standorten in Gossau und Niederuzwil umgesetzt hat. «Das ist viel Detailarbeit, aber gerade die Kommunikation ist mir wichtig», sagt er. «Jeden Arbeitstag beginne ich mit einem Rundgang durch das Haus, bei dem ich alle Mitarbeitenden persönlich begrüsse. Für den Job braucht es Herzblut», sagt er.

Oliver Hofmann lebt für die Betreuung von Senioren. Vor seiner Stelle im Casa Solaris hat er im Schwyzerischen Wollerau das Alterszentrum Turm-Matt geführt. Parallel dazu war er Stiftungspräsident des Wohn- und Pflegezentrums Wiborada in Bernhardzell. Dass Hofmann einmal im Bereich der Alterspflege arbeiten würde, war zu Beginn seiner Berufslaufbahn nicht abzusehen. So arbeitete er zunächst im Verkauf, führte eine eigene Computerfirma und arbeitete im Personalwesen, bis er schliesslich die Heimleitung des Wohn- und Pflegeheims Sonnenschein in Reute übernahm. Und da der damalige Besitzer der Betreibergesellschaft in Reute heute der Besitzer der Casa Solaris AG ist, kam Hofmann im Sommer 2017 nach diversen weiteren Stationen schliesslich nach Gossau. «Mit der Philosophie und dem Konzept des Casa Solaris war ich also schon vertraut. Der Einstieg ist mir daher leichtgefallen», sagt der 49-Jährige.

Noch kein Nachfolger gefunden in Bernhardzell

Hofmann setzt sich für Alterszentren und Wohnformen ein, die ältere Menschen in das öffentliche Leben integrieren und selbstbestimmtes Wohnen fördern. Im Casa Solaris etwa gibt es verschieden grosse Wohnungen sowie eine Pflegeabteilung. Die Service- und Pflegeleistungen werden individuell beansprucht. Im Erdgeschoss befindet sich zudem ein öffentliches Restaurant. Den Seniorinnen und Senioren sei es wichtig, so wie früher weiterzuleben und Teil der Gesellschaft zu sein, aber gleichzeitig die Möglichkeit einer 24-Stunden-Betreuung zu haben.

Was in Gossau funktioniert, hat Hofmann im Ansatz bereits in Bernhardzell versucht. Als Stiftungspräsident war er verantwortlich für den Bau des Alters- und Pflegeheims Wiborada. Das Haus steht mitten im Dorf, Kirche, Kindergarten und Mehrzweckhalle sind in der Nähe, sodass die älteren Menschen ins öffentliche Leben integriert sind. Hofmann war vor allem für die Planung und Umsetzung zuständig. «Jetzt braucht es hingegen jemanden, der strategisch tätig ist und jemanden, der eine lokale Verbundenheit zum Ort hat», begründet er seinen Entscheid, auf Ende 2017 als Stiftungspräsident zurückzutreten. Ein Nachfolger wurde in Bernhardzell noch nicht gefunden. «Einer der Hauptgründe ist wohl, dass der Gesundheitsbereich mittlerweile so komplex ist, dass es schwierig ist, kompetente Führungspersönlichkeiten für eine solche Aufgabe zu finden», sagt er.

Die Bedürfnisse der älteren Personen haben sich laut Hofmann gerade in den vergangenen Jahren rasant verändert. Eine Folge ist, dass auch Dienstleister wie Spitex und Palliative Care ihre Angebote stark ausgebaut und erweitert haben. «Früher ging man ins Heim, wenn man zu Hause alleine nicht mehr zurecht kam. Heute erfolgt ein Heimeintritt oft erst im letzten Moment.»

Zur Person

Oliver Hofmann ist 1968 in Olten geboren und studierte an der Fachhochschule beider Basel Betriebsökonomie. Er war ab 2010 während fünf Jahren als Gemeinderat in Teufen tätig und dort zuständig für das Ressort Soziales sowie Präsident der Heimkommission.

Vor seinem Stellenantritt als CEO der Casa Solaris AG war Hofmann Geschäftsführer der Spitex Höfe und Geschäftsführer des Alterszentrums Turm-Matt in Wollerau. Seine Freizeit verbringt Oliver Hofmann in Teufen mit seiner Familie. (nar)

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