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GOSSAU: Horrorszenario hautnah erlebt

Rund um die Maitlisek Gossau übte der Sicherheitsverbund Region Gossau den Ernstfall. Verkehrsunfall sowie Brand- und Chemieereignis zogen viele «Gaffer» an.
Manuela Bruhin
Viele Sicherheitsleute und Zuschauer am Freitagabend an der Grossübung bei der Maitlisek Gossau. (Bild: Michel Canonica)

Viele Sicherheitsleute und Zuschauer am Freitagabend an der Grossübung bei der Maitlisek Gossau. (Bild: Michel Canonica)

GOSSAU. Es dämmert in Gossau, der Feierabendverkehr kommt langsam zum Erliegen. Trotzdem kehrt bei der Maitlisek alles andere als Ruhe ein. Auf der Wilerstrasse sind zwei Fahrzeuge ineinander- verkeilt, die Gabel eines Staplers hat die Windschutzscheibe eines Autos durchbohrt. Es gibt Verletzte, die Feuerwehr ist im Einsatz. Der Verkehr muss geregelt, die Verletzten müssen geborgen, die Schaulustigen im Zaum gehalten werden. Einsatzkräfte eilen herbei, aufgeregtes Gerede der Schaulustigen ist zu hören. Sie sind nicht nur hinderlich bei der Rettung, die «Gaffer» stellen auch eine Gefahr dar. Denn gerade, als die Situation unter Kontrolle scheint, gibt es im Innern der Maitlisek starke Rauchentwicklung. Im Eifer des Gefechts stehen alle am Fenster, um einen Blick auf den Unfall zu erhaschen – der Brennofen geht dabei vergessen. Nun sind die Schülerinnen im oberen Stock der Schule gefangen, mit der Drehleiter müssen sie gerettet werden. Ein Mädchen hat sich zudem in den Finger geschnitten, im Chemieraum nebenan sind zwei Flüssigkeiten ineinander gelaufen. Stress pur für alle Beteiligten – wenn es denn ein Ernstfall wäre. Ist es aber Gott sei Dank nicht.

Beide Seiten loben Zusammenarbeit

Der Sicherheitsverbund Region Gossau (SVRG) führt an diesem Freitagabend eine Grossübung durch. 120 Leute sind im Einsatz, zehn Sanitäter sowie rund 120 Schülerinnen und zwölf Lehrkräfte der Maitlisek. Die vielen Zuschauer sind die wohl grösste Herausforderung. Auch stosse man bei den übrigen Verkehrsteilnehmern nicht immer auf grosses Wohlwollen, wenn die Strasse für eine Übung gesperrt sei, sagt Stephan Wolf, Vizekommandant SVRG. Trotzdem läuft die Übung ruhig und kontrolliert ab, die Zusammenarbeit mit der Maitlisek wertet Wolf als positiv. Auch Schulleiter Matthias Vogel findet lobende Worte. «Es war ein sehr gelungener Tag.» Die abendliche Grossübung bildete den Abschluss des Maitlisek-Workshops «Feuer und Flamme». Unter anderem wurde der Einsatz von Feuerlöschern und Branddecke demonstriert, ein gemeinsames Bild zum Thema Feuer gemalt, Fackeln hergestellt und gelernt, was man bei Verbrennungen tun kann. «Uns ist es wichtig, dass Unterricht nicht nur im Schulzimmer statt- findet. Die Schülerinnen sollen etwas fürs Leben lernen», sagt Matthias Vogel.

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