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GOSSAU: Hin und Her um Tennisplätze: Sie sollen doch auf der Mooswies entstehen

Der Stadtrat prüft die Möglichkeit einer Tennisanlage auf der Mooswies. Er zieht damit eine Idee aus der Schublade, die er vor zweieinhalb Jahren noch abgelehnt hatte.
Adrian Lemmenmeier
Die Tennisanlage bei der Mooswies soll vergrössert werden. (Bild: Adrian Lemmenmeier)

Die Tennisanlage bei der Mooswies soll vergrössert werden. (Bild: Adrian Lemmenmeier)

Adrian Lemmenmeier

adrian.lemmenmeier@tagblatt.ch

Ein ewiges Hin und Her. So mögen Tennismuffel den Sport beschreiben, in dem Menschen in weissen Socken unermüdlich gelbe Bälle über die Netzkante schlagen. Einmal hin und einmal her ging es auch bei der Planung für neue Tennisplätze in Gossau: Vor zweieinhalb Jahren erteilte der Stadtrat der Idee, auf der Mooswies eine Tennisanlage zu errichten, eine Absage. Jetzt fasst er sie wieder ins Auge: «Der Rat hat den Tennisclubs signalisiert, dass er die Machbarkeit einer Tennisanlage auf der Mooswies doch noch genauer prüfen wird», heisst es in einer Medienmitteilung des Stadtrats. Ergänzend zu neuen Aussenplätzen könne man sich eine Tennishalle vorstellen.

Baumatt und Rosenau vom Tisch

Steht der Stadtrat nach planerischen Irrwegen wieder auf Feld eins? «Irrwege waren es nicht», sagt Stadträtin Gaby Krapf-Gubser, Vorsteherin Bau, Umwelt und Verkehr. «Wir haben gemeinsam mit den Tennisclubs einen gangbaren Weg gesucht.»

Die beiden Tennisvereine Friedberg und TC Gossau planen seit Längerem eine gemeinsame Anlage. Auf der Mooswies wollten die Vereine mit Unterstützung der Stadt zusätzliche Plätze und eine Tennishalle bauen. Denn dort – zwischen Hirschenstrasse und Negrelliweg – liegen bereits jetzt die Plätze des Tennisclubs Gossau. Der Stadtrat war 2015 noch gegen diese Idee. «Er wollte eine langfristige Entwicklung des Gebiets westlich des Negrelliwegs nicht durch eine Vergrösserung der Tennisanlagen behindert sehen», heisst es in der Mitteilung. Stattdessen schlug man den Vereinen zwei andere Standorte vor: eine Fläche nördlich der geplanten Sportanlagen Rosenau sowie das Gebiet Baumatt in Arnegg. Beide Standorte haben ihre Nachteile: Das Gebiet in der Rosenau gehört nicht der Stadt. Hier eine Tennisanlage zu bauen, dürfte deshalb teurer werden als etwa in der Baumatt, wo die Stadt über das Land verfügte. Das Problem auf dem Gebiet Baumatt war, dass es schlecht vom öffentlichen Verkehr erschlossen – und somit für Kinder und Jugendliche schlecht zu erreichen – war. Die beiden Vorschläge stiessen bei den Tennisclubs deshalb auf wenig Begeisterung.

Die Stadt will nun mit den Vereinen klären, wer die Anlagen auf der Mooswies baut und wie sie finanziert werden sollen. Damit die Tennisanlagen ausgebaut werden können, braucht es allerdings eine Umzonung.

Stadtlandschaft Mooswies muss warten

Wird am östlichen Rande der Mooswies eine Tennishalle gebaut, interessiert das nicht nur die beiden Gossauer Tennisclubs, sondern auch die Anwohner und all jene, die sich auf die Umsetzung des Projekts «Stadtlandschaft Mooswies» freuen. Diese im Stadtentwicklungskonzept festgeschriebene Idee will, dass die acht Hektaren der Mooswies künftig sowohl landwirtschaftlich als auch als Freizeitgebiet genutzt werden. Weil noch nicht klar ist, in welchem Ausmass die Tennisanlage auf der Mooswies erweitert wird, hat der Stadtrat das Stadtlandschaft-Projekt vorläufig zurückgestellt. «Uns ist es wichtig, dass wir mit allen Beteiligten einen guten Kompromiss finden», sagt Krapf. «Es darf keine Verlierer geben.» Mit den Anwohnern befindet sich die Stadt bereits in einem partizipativen Verfahren. Die beiden Tennisvereine wurden gestern Abend – nach Redaktionsschluss – von der Stadt informiert.

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