GOSSAU: Gossau im Tanzfieber

Das 26. Multfest konnte am Wochenende erfolgreich durchgeführt werden. Rund 3000 Personen besuchten den Anlass. Etwa 360 Helfer standen rund um den TSV Fortitudo im Einsatz.

Manuela Bruhin
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Auch dieses Jahr wurde am Multfest wieder ausgiebig getanzt und gefeiert. (Bild: Benjamin Manser)

Auch dieses Jahr wurde am Multfest wieder ausgiebig getanzt und gefeiert. (Bild: Benjamin Manser)

Manuela Bruhin

redaktiongo@tagblatt.ch

Die Temperaturen sind noch mild, es riecht nach Grillfleisch und Bier. Draussen stehen Grüppchen zusammen, während drinnen getanzt und getrunken wird. Dazwischen ist OK-Präsident Cyrill Schildknecht und strahlt mit der Sonne um die Wette. Dazu hat er auch allen Grund: Schliesslich hat das 26. Multfest Glück und kann von Petrus’ guter Laune profitieren. «Als ich den Wetterbericht sah, ist mir schon ein Stein vom Herzen gefallen», resümiert er. Man sei auf einigermassen trockenes Wetter angewiesen, damit die Felder und Wiesen befahren werden können. Noch gut erinnert er sich an das Fest im Jahr 2013, als es drei Tage lang ununterbrochen regnete. «Aber selbst dann konnten wir auf treue Besucher zählen», so Schildknecht.

Sportlerinnen und Sportler ausgezeichnet

Diese treuen Besucher sind es auch, die dem Multfest zum Ziel einer friedlichen Veranstaltung verhelfen. Rund 3000 Personen besuchten dieses Wochenende den Anlass. «Die Atmosphäre ist einfach speziell», so Schildknecht. Das Publikum erstrecke sich über sämtliche Altersgruppen – und dies mache es aus. Am Freitag startete man mit der Sportlerwahl. So konnten laut Schildknecht viele Ressourcen zusammen genutzt werden. Zur Sportlerin des Jahres wurde die Leichtathletin Salomé Kora gewählt. In der Kategorie Nachwuchs belegte Skifahrerin Aline Höpli den ersten Platz. Zum Team des Jahres wurde das Racing-Team des Skiclubs Gossau erkoren.

Eine Art Klassenzusammenkunft

Anschliessend spielten die Pläuschler im Zelt, in der Scheune sorgte DJ Kaufi für gute Stimmung. In der Kaffeestube wurde man mit Echo vom Waldhötli und Trio Ommehöckler den Ländlern gerecht. Gestern bot Fortitudo dann ein spezielles Familienprogramm, das mit Frühschoppen, Kinderturnen und der Jugend-und-Sport-Riege lockte. Das Multfest sei nebst der Unterhaltung zugleich ein wichtiges Schaufenster für den Verein. «Wir haben keine Turnerunterhaltung oder ähnliches. Deshalb zeigen wir unsere Darbietungen am Familiensonntag», sagt Schildknecht.

Die grösste Herausforderung des Multfests sei es, genügend Helfer zu organisieren. Rund 360 davon waren es, die während der vergangenen Tage und Wochen im Einsatz standen. Der TSV Fortitudo sei stolz darauf, den Anlass mit eigenen Ressourcen gestemmt zu haben. Es sei nicht selbstverständlich, dass alle einen solchen «Frondienst» leisten würden. Zudem habe es sich gezeigt, dass sich das ursprüngliche Konzept bewährt habe. Vor einigen Jahren wollte man das Multfest zu einem Multfestival umfunktionieren – damit sei jedoch ein zu grosses finanzielles Risiko verbunden. «Die Einfachheit des Multfests funktioniert. Es ist wie eine Art Klassenzusammenkunft – und das soll es auch bleiben.»

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