GOSSAU: Gossau gibt's nur einmal

Fachgeschäfte präsentierten ihre Produkte, Vereinsmitglieder ihr Können und einige Parteien sich selbst. Am Gossauer Strassenfest zeigte sich, was die Stadt ausmacht.

Marlen Hämmerli
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Alle können mithelfen: Aus 999 «Rubik's Cube»-Würfeln entsteht ein Porträt von Giulia Steingruber. (Bild: Urs Bucher)

Alle können mithelfen: Aus 999 «Rubik's Cube»-Würfeln entsteht ein Porträt von Giulia Steingruber. (Bild: Urs Bucher)

GOSSAU. Mitten auf der St. Gallerstrasse liegt eine Turnmatte. Plötzlich erklingt Popmusik. Ein Junge und ein kleines Mädchen springen aufeinander zu. Er wirft es hoch, hebt es in die Luft. «Da kommt Zirkusstimmung auf», sagt Beat Koch vom Turnverein Gossau. «Doch das hier ist Sportakrobatik.» Der Abteilungsleiter der «Akroriege» ist sichtlich stolz auf den Nachwuchs und deutet auf zwei junge Männer: «Mit ihnen wollen wir nächstes Jahr am Weltcup antreten.»

Beliebte Sportakrobatik

In Gossau gibt es die Sportakrobatik seit drei Jahren. Jeweils donnerstags trainiert die Riege in der Turnhalle Büel, dienstags und freitags in Wil. «Die Sportakrobatik ist in der Schweiz noch wenig bekannt», erklärt Koch. «Jedoch bieten wir in Gossau neu auch Kinderakrobatik an.» Immer mehr Leute würden sich der Sportart anschliessen.

Strassenfest Gossau 2016 (Bild: Urs Bucher)
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Strassenfest Gossau (Bild: Urs Bucher)
Strassenfest Gossau (Bild: Urs Bucher)
Strassenfest Gossau 2016 (Bild: Urs Bucher)
Strassenfest Gossau 2016 (Bild: Urs Bucher)
Strassenfest Gossau 2016 (Bild: Urs Bucher)
Strassenfest Gossau 2016 (Bild: Urs Bucher)
Strassenfest Gossau 2016 (Bild: Urs Bucher)
Strassenfest Gossau 2016 (Bild: Urs Bucher)
Strassenfest Gossau 2016 (Bild: Urs Bucher)
Strassenfest Gossau 2016 (Bild: Urs Bucher)
Strassenfest Gossau 2016 (Bild: Urs Bucher)
Strassenfest Gossau 2016 (Bild: Urs Bucher)
Strassenfest Gossau 2016 (Bild: Urs Bucher)
Strassenfest Gossau 2016 (Bild: Urs Bucher)
Strassenfest Gossau 2016 (Bild: Urs Bucher)
Strassenfest Gossau 2016 (Bild: Urs Bucher)

Strassenfest Gossau 2016 (Bild: Urs Bucher)

Auch Giulia ist am Strassenfest

Eine Sportart ist auch Speedcubing, das möglichst schnelle Lösen eines Rubik's Cubes. Am Stand der Ludothek formen die Besucher aus 999 Würfeln ein Porträt von Giulia Steingruber. Dort ist auch Thomas Stadler anzutreffen. Vor zehn Jahren löste der Kirchberger den farbigen Würfel innert 24,15 Sekunden und holte sich den Schweizer Rekord im Speedcubing. Heute ist er als Betreiber der Webseite Speedcubing.ch bekannt.

«Aus den Würfeln Mosaike anzufertigen ist gar keine Hexerei», sagt er und lacht. «Wenn man's einige Male gemacht hat.» Er verpixle das Bild jeweils in einem Fotobearbeitungsprogramm und ersetzte die Farben durch jene des Würfels. Daraus entstehen die Vorlagen, welche vor den Standbesuchern auf den Tischen liegen. «Das Schöne ist, dass alle am Bild mithelfen können», sagt Stadler mit Blick auf die Besucher. «Die meisten sagen, sie könnten nur eine Seite lösen. Genau das ist hier gefragt.»

Von der Natur inspiriert

Die Besucher des Strassenfests suchen den Schatten. Dennoch hat es an jedem Stand Neugierige. Bekannte begrüssen sich, Parteien verteilen Luftballons und Kinder balancieren auf Slacklines. Auch vor dem Stand des Geschäfts Maisonette stehen Interessierte. Regula Widmer begrüsst sie. «Ich verkaufe selbstgemachte Geschenk- und Dekorationsartikel», sagt die Inhaberin. Entwickelt habe sich das Geschäft aus ihrem Hobby. «Vor drei Jahren bauten mein Mann und ich den ersten Stock seines Uhrenfachgeschäft zu einem Atelier aus.» Dort zeigt Widmer etwa Schmuck aus Veloschläuchen. «Inspiration erhalte ich aus dem Alltag und der Natur.»

Spass am Freitag, dem 13.

Sicher nicht abergläubisch sind die Mitglieder des Vereins Treff 13. «Oder zumindest der Verein ist es nicht», sagt der Aktuar Paul Schärer. Immer am 13. jedes Monats veranstaltet der Verein in der Markthalle ein Fest mit Musik, Speis und Trank. «Bei uns geht es ums Zusammensein und Geniessen», sagt die Präsidentin Petra Schoch. «Es ist ein Anlass für die Bevölkerung.»

Ein Besucher des Standes meint dazu: «Der Treff war auch für mich als Neuzuzüger gut. Man lernt dort Einheimische kennen.» Die quirlige Präsidentin stimmt zu und begrüsst bereits den nächsten Bekannten.