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GOSSAU: Für den Garten im Dauereinsatz

Seit 30 Jahren hegt und pflegt Heinrich Engler seinen Garten auf der Parzelle 38. Der Familiengärtnerverein Mooswiesen hat ihn nun für seine blühenden Blumen und kletternden Bohnen ausgezeichnet – bereits zum zweitenmal.
Christoph Renn
Heinrich Engler pflegt sein Blumenparadies im Familiengarten Mooswies seit über 30 Jahren. (Bild: Urs Bucher)

Heinrich Engler pflegt sein Blumenparadies im Familiengarten Mooswies seit über 30 Jahren. (Bild: Urs Bucher)

GOSSAU. Ein liebevoll gepflegter Garten mit seiner grossen Vielfalt an Gemüse, Beeren und Blumen hat die Jury überzeugt. Sie hat den Garten des 60jährigen Gossauers Heinrich Engler am Wochenende zum schönsten der Mooswiesen gewählt. Der Familiengärtnerverein Mooswiesen vergibt jährlich diese Auszeichnung. Für Engler ist es bereits das zweitemal zuoberst auf dem Podest – er hegt und pflegt seine Parzelle 38 bereits seit 30 Jahren. «Ich freue mich sehr, dass auch anderen Leuten mein Garten gefällt», sagt er. Doch arbeite er nicht auf diese Wertung hin. «Der Garten mit den schönen Blumen und dem Gemüse muss primär mir gefallen.» Und das tue er, auch wenn der bisher regnerische Sommer die Arbeit in diesem Jahr nicht einfacher mache.

Wissen selbst angeeignet

Damit die Blumen blühen und das Gemüse wie geplant wächst, verbringt Heinrich Engler etliche Stunden in seinem Garten. «Ich bin mindestens drei Tage die Woche hier.» Dann werde gejätet, gehäckselt und umgepflanzt. «Manchmal ist es körperlich schon ziemlich anstrengend, aber es geht bisher.» Ausdauer hat Engler genug, denn wenn er nicht im Garten arbeitet, geht er wandern oder joggen und im Winter fährt er Ski und macht Langlauf. «Ich liebe es, in der Natur zu sein und sie zu beobachten.» Seine Naturverbundenheit zelebriert er auf seiner 100 Quadratmeter grossen Parzelle, auf der jeder Zentimeter durchgeplant ist. «Ich schaue beispielsweise darauf, welche Blumen neben welchem Gemüse wachsen.» Am wichtigsten sei jedoch, dass er jedes Jahr das Gemüse umpflanze. «Die verschiedenen Pflanzen entziehen dem Boden verschiedene Nährstoffe», erklärt Engler. So weiss er, dass Zwiebeln niemals auf einem ehemaligen Bohnenfeld gezogen werden können. «Das kommt nie gut, weil beide dieselben Nährstoffe brauchen.» Das Wissen über die richtige Fruchtfolge und das Gärtnern hat sich Engler selber angeeignet. «Ich habe als Kind oft im Garten meiner Eltern mitgeholfen und so die ersten Tricks gelernt», sagt Engler. «Am meisten habe ich aber aus Fehlern gelernt.» So liess er einmal die Knollen der Dahlien über Winter in der Erde. «Die sind alle erfroren und im Frühling nicht mehr gewachsen. Seither überwintere ich die Knollen in meiner Garage.» Nach 30 Jahren könne er auf eine verlässliche Basis an Erfahrungswerten zurückgreifen.

Frische Konfi aus Erdbeeren

Seine ältesten Pflanzen sind seine Johannisbeersträucher. «Sie sind sehr robust und liefern seit gut 20 Jahren prachtvolle Beeren», sagt Heinrich Engler. Doch am liebsten sind ihm seine Rosen. «Ich habe keine Favoriten, mir gefallen sie in allen Formen und Farben.» So säumen sie auch den Eingang zu seiner Parzelle.

Neben dem Gärtnern gehöre auch das Kochen zu seinen Hobbies. «Aus den Beeren mache ich Konfitüre. Frische Erdbeerkonfi schmeckt mir am besten», sagt er. Doch könne er niemals alles Gemüse aus seinem Garten selber verspeisen. «Ich verteile viel an Freunde.» Und wenn er in den Ferien sei, dürften seine Helfer das Geerntete gerne behalten.

Punkte fürs Häuschen

Am vergangenen Wochenende wurden im Rahmen eines Tags der offenen Türe vier Gärten der insgesamt 118 Parzellen prämiert. Die Jury verteilte für die Parzelle 38 von Heinrich Engler 37,9 von 40 möglichen Punkten. «Die Punkte werden nach verschiedenen Kriterien vergeben, wie beispielsweise das Häuschen oder die Vielfalt der Pflanzen», sagt Bettina Hacker vom Familiengärtnerverein Mooswiesen. Nur knapp dahinter mit 37 Punkten landete die Parzelle 106 von Engelbert Koller auf dem zweiten Rang. Auf Platz drei klassierten sich mit jeweils 36 Punkten die Gärten von Gudrun Probst sowie Paula und Otto Glaus.

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