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GOSSAU: Fortitudo Gossau befindet sich dank Nachwuchs auf Höhenflug

Fortitudo Gossau spielt heute ab 19.30 Uhr in den Playoffs zum zweiten Mal gegen Wacker Thun. Dass der Verein so erfolgreich ist, hat er auch seiner Arbeit mit Junioren zu verdanken.
Laura Widmer
Niels Ham von Fortitudo Gossau im Zweikampf gegen Zdrahala Ondrej vom TSV St.Otmar. (Bild: (Ralph Ribi))

Niels Ham von Fortitudo Gossau im Zweikampf gegen Zdrahala Ondrej vom TSV St.Otmar. (Bild: (Ralph Ribi))

Laura Widmer

laura.widmer@tagblatt.ch

Heute Abend um 19.30 Uhr spielt der TSV Fortitudo Gossau sein erstes Heimspiel in den Playoffs. Sportliche Höhenflüge sind für den Gossauer Club mit dem kleinsten Budget der Liga keine Selbstverständlichkeit. Das sagt auch Franz Würth, Handball-Präsident des TSV Gossau. «Es ist ein grosser Erfolg, dass wir zum ersten Mal in den Playoffs spielen», sagt Würth. Fortitudo sei eine Mannschaft, die sich in der NLA den achten Platz zum Ziel setze. Dass jetzt mit dem neuen Modus mehr Playoff-Spiele hinzugekommen sind, ist laut Würth «ein Bonus».

Gossau sei definitiv eine Handballstadt, sagt Würth. «Es gibt wenige Orte dieser Grösse, die so konstant an der Spitze mitspielen.» Das hat der Verein jedoch nicht nur der ersten Mannschaft zu verdanken. Auch im Breitensport ist Fortitudo stark.

Talente aus der Region

Den Breitensport zu pflegen, ist laut Würth, neben sportlichen Spitzenleistungen, eine Priorität des Fortitudo. In 19 verschiedenen Kategorien stellt der Club Teams oder trainiert Kinder und Jugendliche.

Seit rund drei Jahren betreut Peter Streuli, Leiter der Junioren, ein Projekt zur Nachwuchsförderung. Im Leistungszentrum Fürstenland wird mit benachbarten Vereinen aus Herisau, Flawil, Uzwil und Wil zusammengearbeitet. Die U13-Mannschaft setzt sich aus Talenten aus der Region zusammen. Nicht nur die erste Mannschaft, auch die U15 und U17 Junioren des TSV Fortitudo spielen in der höchsten Liga des Landes. Die Ziele für künftige Saisons im Nachwuchsbereich lassen sich nicht nur am direkten sportlichen Erfolg messen. «Wir möchten unseren Weg konsolidieren», sagt Streuli. «Um die höchsten Ligen im Juniorenbereich zu erklimmen, haben wir die letzten Jahre erfolgsorientiert arbeiten müssen.» Fortan soll die Ausbildung jedes Spielers stärker in den Fokus gerückt werden.

Das Fundament für die Vereinsentwicklung wurde vor über 25 Jahren gelegt. Das Team um den damaligen Präsidenten Norbert Thaler legte den Schwerpunkt auf den Aufbau und die Entwicklung der Juniorenabteilung. Sowohl der Leistungs- als auch der Breitensport sollten gleichermassen gefördert werden. Thaler war über zehn Jahre lang Handball-Präsident und ist heute Sportkoordinator der Stadt Gossau. Er arbeitet als Nutzervertreter in der Planung des Gemeinde-Sportanlagekonzepts (Gesak) mit.

Das Ziel, zweispurig zu fahren, sei unter seiner Leitung nie vollständig erreicht worden. «Sowohl die Leistungs- als auch die Breitensportteams personell voll zu besetzen, war nicht möglich.» Die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen habe die Weiterführung dieser Strategie ermöglicht.

Das Gesak bietet neue Chancen

Aktuell trainieren die Mannschaften von Fortitudo an verschiedenen Standorten. Ideal sei das jedoch nicht, sagt Streuli: «Der Platz ist knapp.» Auch im Masterplan Gesak wird die Hallenkapazität in Gossau bemängelt. Das Gebiet Buechenwald soll gemäss Plan mit dem Fokus «Vereinssport Wettkampf» entwickelt werden. Die Priorität für das Projekt ist hoch. Der Umbau der Turnhalle Buechenwald habe bereits eine grosse Verbesserung bedeutet, sagt Thaler. «Für den Leistungssport sind die Bedingungen gut.»

Von einer zweiten Halle werde Fortitudo im Breitensport profitieren. Dann könnten Mannschaften in einer teilbaren Halle unter Wettkampfbedingungen trainieren. Verglichen mit anderen Vereinen sei Gossau aktuell gut aufgestellt, sagt auch Peter Streuli. Trotzdem ist er sicher: «Es ist strategisch wichtig, dass es vorwärts geht in Gossau.»

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