GOSSAU: Förderklasse wieder ein Thema

Nach fünf Jahren reichen zwei Gossauer Stadtparlamentarier erneut eine Interpellation zur Begabtenförderung ein. Dieses Mal mit neuer Ausgangslage.

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In einer separaten Klasse sollen Begabte gezielt gefördert werden. (Symbolbild: fotolia)

In einer separaten Klasse sollen Begabte gezielt gefördert werden. (Symbolbild: fotolia)

GOSSAU. In einer soeben eingereichten Interpellation stellen die beiden Gossauer Stadtparlamentarier Felix Koller (FDP) und Alfred Zahner (Flig) dem Stadtrat vier Fragen zur Begabtenförderung in der Oberstufe. Mitunterzeichnet haben die Interpellation 19 weitere Parlamentarier.

Stadtrat lehnte ab

Das Thema ist allerdings nicht neu: Bereits 2011 haben die beiden Interpellanten Felix Koller und Alfred Zahner dem Stadtrat ähnliche Fragen gestellt. Mit dem Ausgang, dass der Stadtrat die Bildung von Klassen mit erhöhten Anforderungen ablehnte.

Begründet wurde dies mit den «erfolgreichen anderen Massnahmen zur Förderung der Übertritte an die Kantonsschulen». Damals verwies der Stadtrat auch auf die höhere Prozentzahl von Übertritten aus Gossau im Vergleich zum kantonalen Durchschnitt. Auf der anderen Seite begründete der Stadtrat seine ablehnende Haltung wie folgt: «Eine einseitig leistungsorientierte Begabtenförderung mit dem Ziel des Übertritts an eine Kantonsschule steht den vom Bildungsdepartement erlassenen Reformen der Oberstufe entgegen.»

«Eine Chance für Gossau»

Mitte Januar dieses Jahres sei es aber zur Trendwende gekommen, schreiben die beiden Stadtparlamentarier in ihrer Interpellation. In einem neuen Bericht des Bildungsdepartements fasse die Regierung des Kantons St. Gallen nämlich an vier bis fünf Oberstufenschulen die Bildung von Klassenzügen mit erhöhten Anforderungen ins Auge. Koller und Zahner wollen nun wissen, wie der Stadtrat die Situation in Gossau beurteilt und welche Absichten er hat. Auch fragen sie in der Interpellation, welche Kosten eine solche Klasse verursachen würde. Da sie für Gossau eine Chance sehen, wollen sie zudem wissen, ob der Stadtrat bereit sei, sich beim Kanton für die Bildung einer Klasse mit erhöhten Anforderungen zu bewerben. (pd/ad)