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GOSSAU: Flig will Begabte fördern

Wie werden begabte Kinder in den Schulen gefördert? Das wollen zwei Flig-Parlamentarier in einer Interpellation wissen.

Im Integrierten Aufgaben- und Finanzplan der Stadt Gossau (IFAP) seien umfangreiche Fördermassnahmen für Kinder mit Schulschwierigkeiten, besonderem Förderbedarf oder mangelnden Deutschkenntnissen vorgesehen, schreiben Erwin Sutter und Alfred Zahner von der Flig in ihrer «Interpellation Begabtenförderung» vom 16. Januar. Als konkrete Massnahmen würden etwa Logopädie oder Heilpäd­agogik genannt, sowie der Unterricht in Kleinklassen.

Die beiden Parlamentarier begrüssen diese Massnahmen. Sie seien aber überzeugt, dass es auch eine Vielzahl Schülerinnen und Schüler gebe, die höheren Ansprüchen genügten. Ausserordentlich begabten Kindern sei im IFAP aber lediglich ein Satz gewidmet: «Für Kinder mit besonderen Begabungen wird ein ergänzendes Angebot zur Verfügung gestellt.» So entstünde der Eindruck, dass es in der Schule in erster Linie darum gehe, Probleme zu lösen.

Die Interpellanten interessiere deshalb, was genau in den Goss­auer Schulen gemacht werde, um begabte Kinder zu fördern. Für Schüler mit besonderer Begabung – sei es im Sport, in der Musik, den Sprachen, der Kunst oder der Mathematik – brauche es ein umfassendes Förderungskonzept. Besonders in der Schweiz – einem Land, in dem Bildung wegen Rohstoffarmut besonders wichtig sei.

Ein Modell wie in Zürich oder im Thurgau?

In der Stadt Zürich würde zusätzlich zur Volksschule das Begabtenförderungsprogramm «Universikum» angeboten, das aus Kursen für hochbegabte Schüler und Weiterbildung der Lehrkräfte bestehe. Im Kanton Thurgau werde 2018 ein neues Konzept eingeführt. Die Interpellanten wollen wissen, welche Massnahmen der Gossauer Schulrat in der Begabtenförderung ab dem Eintritt in die obligatorische Schule treffe. Wie genau das Angebot bekannt gemacht werde, und wie die Begabungen ermittelt würden? Weiter fragen Sutter und Zahner, ob der Stadtrat für Gossau auch ein Modell wie jenes in Zürich oder im Thurgau in Betracht zieht. Wie Lehrerinnen und Lehrer in diesem Bereich ausgebildet würden, und ob in der Oberstufe leistungsdifferenzierende Lektionen in Mathematik, Fremdsprachen und Deutsch angeboten würden.

Die Interpellation schliesst mit der Frage, ob der Schulrat bereit sei, ein umfassendes Konzept zur Förderung begabter Kinder auszuarbeiten, falls noch kein solches bestehe. Die Hälfte der 30 Parlamentsmitglieder hat die Interpellation unterzeichnet. (al)

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