GOSSAU: Es wird noch teurer

Der Stadtrat ist daran, die Vorlage «Masterplan Sportanlagen» zu überarbeiten. Das Riesenprojekt kommt die Stadt erheblich teurer zu stehen als bislang gedacht.

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Gossau nähert sich in kleinen Schritten der Abstimmung über ein Generationenprojekt. Der Stadtrat passt derzeit eine Vorlage an, die im Januar wieder der parlamentarischen Beratung zugewiesen werden soll. Bereits im Mai 2017 überreichte er den Masterplan Buechenwald und Rosenau dem Parlament. Die vorberatende Kommission (VBK) unter der Leitung von Norbert Hug (CVP) hat den Plan unter die Lupe genommen. Durch die Behandlung der VBK seien zahlreiche Fragen aufgetreten, die gemäss Mitteilung der Stadt ergänzende Abklärungen ausgelöst haben. Die VBK pausiert nun quasi und nimmt ihre Arbeit in der gleichen Zusammensetzung im Januar wieder auf.

Wie dem Communiqué weiter zu entnehmen ist, dürften die Kosten um einiges höher ausfallen, als bis im Frühling angenommen. Damals ging man von 84 Millionen Franken mit einer Unschärfe von plus/minus 20 Prozent aus. Eine eingeholte Zweitmeinung habe gezeigt, dass der Investitionsbedarf «massgeblich zu tief» angesetzt wurde. Eine neue Zahl steht in der Mitteilung zwar nicht, doch der Stadtrat verspricht, dass die Genauigkeit der Kostenschätzung mit jeder weiteren Planungsphase zunehme.

Umsetzung vorderhand in drei Schritten geplant

Gerade weil die Sportanlagen nicht gratis zu haben sind, entschied der Stadtrat, den Masterplan in drei Modulen umzusetzen. Jedenfalls gehe man momentan davon aus, dies dem Parlament so zu unterbreiten. Die Einteilung steigere auch die Planungs- und Kostensicherheit. Die Vorlage samt der neuen Anträge des Stadtrates werden dem Parlament planmässig im Januar übergeben.

Vorwärtskommen bei der Tribüne und beim Hallenbad

Die Überarbeitung der stadträtlichen Vorlage soll die Umsetzung des Masterplans nicht verzögern, heisst es weiter in der Mitteilung der Stadt. Das neue Hallenbad im Gebiet Buechenwald spiele dabei eine Schlüsselrolle. Zwar habe sich bei der Vorberatung des Masterplans gezeigt, dass insbesondere das Bedürfnis eines Warmwasser-Aussenbeckens beim neuen Hallenbad unterschiedlich beurteilt werde. Dennoch arbeite man darauf hin, den Architekturwettbewerb so rasch als möglich zu starten. Der Stadtrat wolle darum das Hallenbad-Raumprogramm bereits in der Januarsitzung vom Parlament bestätigen lassen.

Das erste Modul wird die Anlagen im Gebiet Buechenwald umfassen. Dazu zählen die Fussballplätze wie auch das Hallenbad. Aus diesem Grund werde der Stadtrat auf die Januarsitzung des Parlaments auch einen Kredit von 190 000 Franken für den Projektwettbewerb für das Tribünengebäude beim neuen Hauptspielfeld einholen. (sk/ses)