GOSSAU: Es gibt noch Mechaniker

Für Hans Bürklers Schifflistickmaschine gibt es bislang keinen Stellplatz in einem Museum. Saurer-Fan Ruedi Baer hätte aber eine Idee. Und gute Beziehungen.
Sebastian Schneider
Hans Bürklers Schifflistickmaschine mit Jahrgang 1911 war von 1912 bis vor zwei Jahren in Betrieb. (Bild: Sabrina Stübi)

Hans Bürklers Schifflistickmaschine mit Jahrgang 1911 war von 1912 bis vor zwei Jahren in Betrieb. (Bild: Sabrina Stübi)

Sebastian Schneider

sebastian.schneider@tagblatt.ch

Die Schifflistickmaschine von Hans Bürkler ist ein Zeitzeuge, der viele Gossauer fasziniert und begeistert.Bürkler, der Jahrzehnte lang mit ihr gearbeitet hat, hängt an seiner 106-jährigen Kollegin, stünde einer Lösung mit einem Museum aber offen gegenüber. Wo soll sie hin? Die Textilmuseen St. Gallen und Sorntal hätten zwar Interesse an einem solchen Ausstellungsstück, beide Einrichtungen können aber keinen Stellplatz für die acht Tonnen schwere und neun Meter lange Maschine zur Verfügung stellen.

Für das mechanische Schwergewicht fehlt nicht nur ein schönes Plätzchen, Hans Bürkler zweifelt auch daran, dass es überhaupt noch Mechaniker gibt, die im Stande sind, die Maschine zu demontieren und wieder aufzubauen. Nun aber meldet sich Ruedi Baer zu Wort. Der Präsident des «Saurer

Hans Bürkler und seine letzte Schifflistickerei-Maschine (Bild: Sabrina Stübi)
Hans Bürkler und seine letzte Schifflistickerei-Maschine (Bild: Sabrina Stübi)
Hans Bürkler und seine letzte Schifflistickerei-Maschine (Bild: Sabrina Stübi)
Hans Bürkler und seine letzte Schifflistickerei-Maschine (Bild: Sabrina Stübi)
Hans Bürkler und seine letzte Schifflistickerei-Maschine (Bild: Sabrina Stübi)
Hans Bürkler und seine letzte Schifflistickerei-Maschine (Bild: Sabrina Stübi)
Hans Bürkler und seine letzte Schifflistickerei-Maschine (Bild: Sabrina Stübi)
Hans Bürkler und seine letzte Schifflistickerei-Maschine (Bild: Sabrina Stübi)
Hans Bürkler und seine letzte Schifflistickerei-Maschine (Bild: Sabrina Stübi)
Hans Bürkler und seine letzte Schifflistickerei-Maschine (Bild: Sabrina Stübi)
Hans Bürkler und seine letzte Schifflistickerei-Maschine (Bild: Sabrina Stübi)
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Der Schifflisticker aus Gossau

Oldtimer Club» sagt: «Solche Mechaniker gibt es sehr wohl noch.»

Alte Köpfe brauchen junge Muskeln

Der Club betreibt selber ein Museum in Arbon, wo der gleiche Maschinentyp, eine Saurer-Schifflistickmaschine mit Jahrgang 1911, ausgestellt ist. Auf dieser Maschine sticke man ein bis zwei Mal pro Woche zu Demonstrationszwecken und auch, um Standschäden am Zeitzeugen vorzubeugen. «Wir versuchen, das Know-How für den Unterhalt solcher Maschinen so lange wie möglich zu bewahren», sagt Baer. Man habe auch kleine Verschleissteile auf Lager. Im Grossen und Ganzen sei Bürklers Maschine aber fast unzerstörbar, sie könnte wohl nochmals hundert Jahre lang in Betrieb sein.

Im Kreise des Saurer Museums gebe es ehemalige Saurer-Mitarbeiter, die das mechanische Wissen von früher noch besässen und genau wüssten, wie man Bürklers Schifflistickmaschine zusammenbaue. Die Mechaniker seien allerdings schon alte Herren und seien bei Montagearbeiten auf junge Mechaniker angewiesen, die vor allem beim Wegschaffen schwerer Teile Hilfe leisten.

Die Firma Saurer könnte ein Abnehmer sein

Der umtriebige Clubpräsident Ruedi Baer hat die Zeitungsartikel über Hans Bürklers Maschine gelesen und sich bereits erkundigt, ob er allenfalls einen Stellplatz zur Verfügung stellen könnte. Da im Saurer Museum bereits die gleiche Maschine stehe, käme ein Stellplatz in seinem Museum weniger in Frage. Baer zufolge könnte es aber eine Lösung mit der Firma Saurer geben. Man hätte eine Idee für einen würdigen Platz für die Maschine. Baer betont allerdings, dass dieser Plan nur als Notnagel zu verstehen sei und nur in Frage käme, wenn es keine Lösung in Gossau gäbe. «Wir können so weit Hand bieten, wie gewünscht wird», verspricht Baer, der sich selber freuen würde, wenn die Maschine in Gossau bliebe: «Schliesslich wurde die Schifflistickmaschine in Gossau erfunden.»

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