GOSSAU: «Eine Person mit neuen Ideen»

Nach zehn Jahren hört Renate Rechsteiner als Leiterin der Kinderkleiderbörse auf. Sie hofft aber auf Nachfolge.

Laura.widmer@tagblatt.ch
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Renate Rechsteiner im Pauluszentrum. (Bild: Laura Widmer)

Renate Rechsteiner im Pauluszentrum. (Bild: Laura Widmer)

Renate Rechsteiner hat zehn Jahre lang die Kinderkleiderbörse der Paulus-Frauengruppe im Pauluszentrum in Gossau geführt. Nun hat die Börse am Mittwoch zum letzten Mal unter ihrer Leitung stattgefunden. «Für mich ist es jetzt Zeit, aufzuhören», sagt sie. Auch die Nachfrage sei im Laufe der Jahre zurückgegangen. Hätten früher rund 100 Personen Sachen angeboten, sei es heute noch die Hälfte. Als Konkurrenz sieht Rechsteiner die vielen Onlinehändler wie Ricardo oder Tutti, bei denen der ­Verkauf einfach sei. «So sind die ­Sachen gleich weg und müssen nicht mehr bis zum Tag der Kleiderbörse aufbewahrt werden.» Auch können in vielen Geschäften Kindersachen zu tiefen Preisen erstanden werden. Allgemein hätte sich die Nachfrage nach Kinderkleidern gewandelt. «Früher wurden an der Kleiderbörse auch Grössen für Jugendliche verkauft, jetzt ist das nicht mehr gefragt», sagt sie. Die Jugendlichen seien heute viel modischer unterwegs und gingen früh selbst einkaufen. Renate Rechsteiner selbst kaufte für ihre Söhne immer bei Kleiderbörsen ein. Nicht nur der tiefe Preis sei attraktiv gewesen, sagt sie. Der ökologische Gedanke sei ebenfalls ein Argument für den Kauf von Sachen aus zweiter Hand. «Vieles in der Börse ist noch so gut wie neu, und es ist schön, wenn solche Sachen wieder getragen werden.»

Jetzt hofft Renate Rechsteiner, dass sich jemand für die Nachfolge als Organisatorin findet. «Ich glaube, nach zehn Jahren braucht es wieder eine jüngere Person mit neuen Ideen», sagt sie. Es habe schon Rückfragen ­gegeben, insbesondere darüber, wie gross der Aufwand sei. «Am Tag der Börse braucht es viele, die mithelfen.» Dieses Jahr sind es 20 Frauen, die meisten von ihnen sind dabei, seit sie zum ersten Mal mit den eigenen Kindern an der Börse waren. Der Raum werde zur Verfügung gestellt, das erleichtere vieles, sagt Renate Rechsteiner. Wer Interesse hat, kann sich bei ihr melden unter reni.rechsteiner@bluewin.ch

Laura Widmer

laura.widmer@tagblatt.ch

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