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GOSSAU: «Ein Grund, glücklich zu sein»

Das Gymnasium Friedberg in Gossau ist um 38 frischgebackene Maturandinnen und Maturanden reicher. Mit einer feierlichen Zeremonie am vergangenen Freitag wurden sie in einen neuen Lebensabschnitt entlassen.
Manuela Bruhin
Die Matura ist geschafft: Strahlende Gesichter an der Feier des Gymnasiums Friedberg im Fürstenlandsaal. (Bild: Ralph Ribi)

Die Matura ist geschafft: Strahlende Gesichter an der Feier des Gymnasiums Friedberg im Fürstenlandsaal. (Bild: Ralph Ribi)

GOSSAU. Aufregung, Freude, Stolz, aber auch eine Prise Wehmut lag am vergangenen Freitag im Gossauer Fürstenlandsaal in der Luft. Die frischgebackenen Maturanden hatten ihre festlichen Kleider hervorgeholt, ihre Eltern hielten aufgeregt den Fotoapparat in der Hand. Der Fürstenlandsaal war trotz sommerlicher Temperaturen gut gefüllt.

Vom Kind zum Erwachsenen

38 Absolventinnen und Absolventen konnten das Maturazeugnis in Empfang nehmen. Es war das Highlight der Feier. Die zeitgleiche Projektion von Fotos, welche die Schüler beim Eintritt ins Gymnasium Friedberg zeigen, ist mittlerweile zur Tradition geworden. Zahnspangen sind gewichen, statt Kapuzenpullover tragen die Maturanden nun Hemden und statt Bürstenhaarschnitte mit Gel gestylte Frisuren. Bei manchen Anwesenden lösten die Fotos ein Schmunzeln aus – kaum irgendwo wurde der Sprung, welchen die Maturanden während ihrer Zeit im Gymnasium gemacht hatten, so deutlich.

«Wir Lehrer waren nicht immer eure Freunde», hielt Rektor Lukas Krejci in seiner Rede mit einem Augenzwinkern fest. Und gerade jetzt, wo sie es sein wollten, würden die Schüler das Gymnasium verlassen. «Seid ihr schon wehmütig?», fragte er.

Misslungene Prüfung

Die Feier brachte nicht nur Positives mit sich. Von insgesamt 39 Schülern hat einer nicht bestanden. Das tue allen sehr leid, so Krejci weiter. «Es gab Tränen, und es wirft einen Schatten auf unsere Feier.» Doch hoffe er, dass dieser Fehlschlag bei der betroffenen Person auch in gewisser Weise einen Neustart nach sich ziehe. Dabei wolle man helfen.

Schliesslich durften die 38 Maturanden ihr Zeugnis in Empfang nehmen. Stolze Eltern hielten diesen besonderen Moment mit ihrer Kamera fest. Auch Erziehungsrätin Yvonne Kräuchi-Girardet überbrachte standesgemäss ihre Glückwünsche. In ihrer Rede erwähnte sie die rund dreissig Prozent aller Schweizer, die laut einer Studie nicht glücklich seien – obwohl unser Land von Wohlstand gesegnet sei.

Die Schäfchen gut betreuen

«Wir haben die Angewohnheit, auf das zu sehen, was uns fehlt», sagte Yvonne Kräuchi. Vielfach wüssten wir gar nicht mehr, dass wir glücklich seien. Doch die bestandene Matura sei sicherlich Grund genug, wunschlos glücklich zu sein. Glück sei keine Station, an der man ankomme, sondern eine Art zu reisen.

Nachher hielt Rolf Hohmeister, ein waschechter «Ex-Friedbergler», die Maturaansprache. Rektor Lukas Krejci erhielt ein blaues Kunststoffschaf als Symbol dafür, «dass er seine Schäfchen gut betreut». Der «Berg» habe ihn damals und die Maturanden in der jüngsten Vergangenheit geprägt. «Hier wurde gerechnet, philosophiert und diskutiert», so Hohmeister weiter. Ein wichtiger Meilenstein sei mit der bestandenen Matura erreicht.

Spitzennoten erreicht

Musikalisch umrahmt wurde die Feier mit verschiedenen Liedern und dem Theaterstück «Die Vertreibung aus dem Paradies» von Schülern der ersten Klasse.

Besonders geehrt wurden die drei besten Maturanden. In diesem Jahr waren die Spitzennoten fest in weiblicher Hand. So schaffte es Vanessa Keller mit ihrem Notendurchschnitt von 5,46 auf den dritten Rang. Den zweiten Platz belegten gleich zwei Schülerinnen des Friedbergs. Elena Gmünder und Michelle Schneider erreichten einen Notendurchschnitt von 5,54.

Spitzenreiterin in diesem Jahr war Antonia Mosberger mit einem Durchschnitt von 5,77. «Ihr habt es geschafft, wovon wir noch träumen», resümierten Elias Langenegger und Lukas Walpen aus der Schülerorganisation. «Wir hoffen, dass ihr uns auch weiterhin kennt und ihr im Herzen immer <Friedbergler> bleibt!»

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