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GOSSAU: Die Kesb zieht um – das SBZ ein

Die Raumnot des Sozialberatungszentrums (SBZ) ist beseitigt: Da die Kesb an einen neuen Standort zieht, wurden im alten Gemeindehaus Büroräume frei. Fürs Marktstübli ändert sich nichts.
Raphaela Roth
Das Haus an der Merkurstrasse 14 wird zum neuen Standort für die Kesb. (Bild: Ralph Ribi)

Das Haus an der Merkurstrasse 14 wird zum neuen Standort für die Kesb. (Bild: Ralph Ribi)

Raphaela Roth

raphaela.roth@tagblatt.ch

Seit einigen Monaten sind am Gebäude an der Merkurstrasse 14 in Gossau Umbauarbeiten in Gang. Lange war nicht klar, was mit dem Wohnhaus der katholischen Kirchgemeinde geschieht. Nun geben die Verantwortlichen bekannt: Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) der Region Gossau wird dort einziehen.

Den bisherigen Standort, die Büros oberhalb des Marktstüblis, wird das Sozialberatungszentrum (SBZ) ganz beziehen. «Unsere Idee war es, alle Beratungsstellen des Sozialberatungszentrums an einem Standort in Gossau zusammenzufassen», sagt Andreas Hildebrand, Präsident der Kesb Region Gossau. So werden sieben Aussenstellen des SBZ in Flawil und in Gossau im Juli im alten Gemeindehaus einquartiert. «Die Kesb und das SBZ sind so sehr vernetzt. Es ist nicht möglich, einen Standort irgendwo im Industriegebiet zu haben und den anderen hier», sagt Hildebrand. Die Fachleute der beiden Stellen müssen zusammenwirken können; nur so sei eine vollumfängliche Beratung gewährleistet. Rund eine Fussminute ist die ­Gutenbergstrasse 8 von der Merkurstrasse 14 entfernt – damit sollte die räumliche Nähe gegeben sein.

Fortbestand des Marktstüblis nicht gesichert

Eigentlich hätten die Aussenstellen des SBZ nur ein Stockwerk von der Kesb getrennt sein sollen. Der Stadtrat entschied vor rund einem Jahr, dass die Aussenstellen des SBZ in das Marktstübli im untersten Stockwerk des alten Gemeindehauses einziehen sollen. Die Räume, die sonst von Vereinen genutzt werden, hätten für 270000 Franken zu acht ­Büros umgebaut werden sollen (Tagblatt vom 19. Oktober 2016). Negative Reaktionen aus der Bevölkerung liessen jedoch nicht lange auf sich warten. Durch den öffentlichen Druck hat sich der Stadtrat umstimmen lassen und eine andere Lösung erarbeitet: eine Probezeit fürs Marktstübli. Im Frühling 2019 wird der Stadtrat entscheiden, was im Falle einer ungenügenden Nutzung des Marktstüblis durch Vereine und Privatpersonen geschehen wird. «Die Probezeit für das Marktstübli läuft und hat keinen Zusammenhang mit der Lösung der Raumfrage des SBZ», sagt Urs Salzmann, Kommunikationsbeauftragter der Stadt Gossau.Was nach Ablauf der Frist mit dem Marktstübli geschehe, stehe noch in den Sternen.

Vorteile für beide Parteien

Mit dem Umbau der Kaplanei an der Merkurstrasse 14 zu Büros wurde eine Lösung gefunden, die sowohl der Kirchenverwaltungsrat als auch die Kesb mit dem SBZ befürworten: «Die Büronutzung durch die Kesb ist wirklich eine Win-win-Situation», sagt Matthias Fürer, Kirchenverwaltungsratspräsident. Nach Anfrage der Kesb wurde überprüft, ob eine Nutzungsänderung überhaupt möglich sei. Man habe intern entschieden, dass die Vermietung an eine soziale Institution nur Vorteile bringe. So sei etwa der Verwaltungsaufwand wesentlich geringer als bei Wohnungen. Zudem sieht Fürer in der Kesb einen zuverlässigen Mieter: «Ich bin mir sicher, dass wir unser Geld bekommen.» Mit der Kesb gehe man kein Risiko leer stehender Wohnungen ein: «Das Haus ist vom ersten Tag an für zehn Jahre vermietet – und vielleicht sogar für die nächsten zwanzig Jahre.» Dem pflichtet Hildebrand bei: «Der gesetzliche Auftrag der Kesb muss auf alle Zeiten hinaus hier in Gossau erfüllt werden.»

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