GOSSAU: Das Bedauern ist gross

Übermorgen Samstag hat die Poststelle im Mettendorf zum letzten Mal geöffnet. Ab dem 13. November werden reduzierte Dienstleistungen im Denner angeboten.

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Claudia Gambino mit Sohn Nevio und Heidi Störi bedauern die Schliessung der Poststelle. (Bild: Manuela Bruhin)

Claudia Gambino mit Sohn Nevio und Heidi Störi bedauern die Schliessung der Poststelle. (Bild: Manuela Bruhin)

Im Minutentakt parkieren Fahrzeuge vor der Postfiliale im Mettendorf. Kunden werfen ihre Briefe ein, tätigen Einzahlungen, bringen Pakete retour. Es ist viel los an diesem nebligen Dienstagnachmittag. Im Gebäude wird die Kundenschlange langsam kleiner. So wird es auch am Samstag sein, wenn die Poststelle zum letzten Mal ihre Türen öffnet. Ab Montag, 13. November, können nur noch einzelne Post-Dienstleistungen im Denner genutzt werden.
 

Die Post wird dem Quartier fehlen

Das Bedauern über die Postschliessung ist bei der Kundschaft gross. Stammkundin Claudia Gambino wohnt im Mettendorf und tätigt regelmässig ihre Einzahlungen bei der Poststelle. «Es wird etwas fehlen», ist sie überzeugt. Es sei praktisch gewesen, auf dem Nachhauseweg Pakete abzugeben oder Briefe einzuwerfen. «Das wird zwar auch im Denner möglich sein, aber es ist natürlich schon nicht mehr dasselbe», sagt sie. Gerade für ältere Kunden täte es ihr leid, da diese künftig in die Haupt­filiale im Zentrum ausweichen müssten.

Ähnlich sieht es Kundin Heidi Störi, die seit vielen Jahrzehnten im Gossauer Mettendorf wohnt und sich sehr an die Poststelle gewöhnt hat. «Sie gehört einfach zum Quartier dazu», sagt sie. Wie man sehe, sei die Filiale sehr gut frequentiert – deshalb ist auch ein gewisses Unverständnis da, warum die Türen künftig geschlossen werden. Ob sie ihre Pakete und Postgeschäfte im Denner erledigen wird, oder auf eine andere Postfiliale ausweicht, weiss sie derzeit noch nicht.
 

Gefährliche Situationen vor dem Denner befürchtet

Bedauerlich finden es alle angesprochenen Kunden, dass die Filiale im Mettendorf schliesst. Ein Stück Identität werde fehlen, so die einen. Andere schätzen es zwar, künftig im Denner nebst ihren Einkäufen gleich ihre Pakete abgeben zu können. Doch sehen sie Probleme insbesondere in der Parkplatzsituation. Gerade zu Stosszeiten seien freie Plätze rar gesät, und das Ein- und Ausparken neben wartenden Fahrzeugen führe vielfach zu gefährlichen Situationen.

 

Manuela Bruhin

redaktiongo@tagblatt.ch