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GOSSAU: Billiginstrumente aus Sortiment genommen

Dem Blasmusik-Center Gossau geht es trotz Branchenkrise gut. Es setzt auf Instrumente von Qualität und Vereine als Stammkunden, um im Kampf gegen den Internethandel bestehen zu können.
Christina Dietze
Lisa Winiger, Blasinstrumenten-Reparateurin beim Blasmusik-Center, in der Reparaturwerkstatt. (Bild: Christina Dietze)

Lisa Winiger, Blasinstrumenten-Reparateurin beim Blasmusik-Center, in der Reparaturwerkstatt. (Bild: Christina Dietze)

GOSSAU. Ein Grund für die Krise im Musikgeschäft ist gemäss Musik Hug das Kaufverhalten der Konsumenten, die verstärkt im Internet ihre Instrumente erwerben (Ostschweiz am Sonntag vom 16. Oktober). Das Blasmusik-Center Gossau hat darauf schon vor acht Jahren reagiert, indem es den Bereich der qualitativ hochwertigen Instrumente ausgebaut hat, wie Blasinstrumenten-Reparateurin Lisa Winiger sagt. «Guggenmusiker kaufen eher im Internet und eher im tieferen Preissegment ein.» Ein gutes Instrument bekomme man ab 1000 Franken und könne bis zu 10 000 Franken kosten, ein Waldhorn beispielsweise. Für solch eine teure Investition lassen sich die Kunden laut Lisa Winiger lieber im Fachgeschäft beraten und probieren die Instrumente vor Ort aus. Wie bei anderen Musikhäusern in der Ostschweiz stimmt die voraussichtliche Schliessung von Musik Hug in St. Gallen das Blasmusik-Center nachdenklich.

Werkstatt lohnt sich für Billigware nicht

Das Blasmusik-Center arbeitet seit Jahren mit Musikvereinen und Lehrern in der ganzen Ostschweiz zusammen, wie Lisa Winiger sagt. «Wir gehen persönlich in die Proben der Musikvereine und überprüfen die Instrumente. So konnten wir über die Jahre eine Stammkundschaft aufbauen.» Laut Lisa Winiger liegt der Geschäftserfolg aber auch in der höheren Zahl der Vereine in der Ostschweiz als andernorts. «Ich habe das Gefühl, in der Ostschweiz gibt es mehr Vereine als in Basel beispielsweise. Das hat auch zu unserem Erfolg beigetragen», sagt die gebürtige Baslerin.

Ein weiteres grosses Standbein ist der integrierte Werkstattbetrieb. Eine Dienstleistung, die von Hand ausgeführte Feinarbeit erfordere. Günstige Instrumente lassen die Leute nicht reparieren, sondern kaufen direkt ein Neues, wie Lisa Winiger sagt. Dies sei ein weiterer Grund für den Ausbau von qualitativ hochwertigen Instrumenten im Sortiment gewesen.

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