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GOSSAU: Bereit für 50 000 Jodelfans

Nach fast drei Jahren Vorbereitung ist es so weit: Vom 1. bis 3. Juli wird Gossau zur Jodlerstadt. Über 3200 Aktive sind angemeldet. Ein Höhepunkt für Nichtjodler wird der Festumzug mit 54 Gruppen, viel Folklore und putzigen Tieren sein.
Corinne Allenspach
In einer Woche geben in Gossau die Jodlerinnen und Jodler den Ton an. Unter anderem in der Andreaskirche, wie hier 2013 an der Arte Notturna. (Bild: Urs Bucher)

In einer Woche geben in Gossau die Jodlerinnen und Jodler den Ton an. Unter anderem in der Andreaskirche, wie hier 2013 an der Arte Notturna. (Bild: Urs Bucher)

GOSSAU. Das wird selbst für eine Fest erprobte Stadt wie Gossau ein Anlass der Superlative: Wenn am ersten Juliwochenende über 3200 Jodler, Fahnenschwinger, Alphorn- und Büchelbläser im Stadtzentrum den Ton angeben, werden bis zu 50 000 Besucherinnen und Besucher erwartet. Das Budget fürs Fest beträgt 1,3 Millionen Franken, im Einsatz stehen 800 Helferinnen und Helfer, beim Aufbau der Infrastruktur packen ab übermorgen täglich rund 40 Zivilschützer mit an. «Wir freuen uns wirklich total», sagt Peter Boppart, OK-Präsident des Nordostschweizerischen Jodlerfests 2016 (Nosjf), gestern an der letzten Pressekonferenz vor dem Fest. «Nach fast drei Jahren Vorbereitung fiebern wird dem 1. Juli entgegen und können voller Zuversicht sagen: Wir sind bereit.»

So viele Kinder wie noch nie

Der Gossauer Postplatz wird nächste Woche kurzerhand zum Jodlerdorf umfunktioniert, die Bundwiese wird zur Jodlerarena, die Bahnhofstrasse zur Jodlergasse und die Markthalle mit der Schlossbeiz Oberberg zum Herzen der Jodlerstadt. Das Kernstück des dreitägigen Jodlerfests sind die Vorträge der gut 3200 Aktiven. Davon seien 405 Kinder und Jugendliche, betont OK-Vizepräsident Jörg Burkhalter. Was einen Rekord bedeute. «Noch nie zuvor machten so viele Kinder an einem Nosjf mit.» Über die grosse Zahl der Nachwuchsformationen freut man sich im OK besonders. «Es ist ein Zeichen dafür, dass Jodeln zunehmend wieder modern ist und Fuss fassen kann im Brauchtum», sagt Boppart. Das habe sicher auch damit zu tun, dass das Jodeln das Zusammengehörigkeitsgefühl stärke.

So sind die Vorträge vor der Jury das eine, mindestens ebenso wichtig ist das gesellige Beisammensein. Um dem Rechnung zu tragen, werden im Jodlerdorf und in der Jodlerarena 37 Festbetriebe geführt, die zusammen eine riesige Festwirtschaft mit 4000 Sitzplätzen bilden. Dazu kommen 50 Ess- und andere Stände in der Jodlergasse. Boppart weiss, dass viele Teilnehmer drei Tage kaum schlafen werden. Bauchweh macht ihm das nicht. «Ein Jodlerfest ist etwas Friedliches. Es geht ums Singen, nicht ums Grölen.»

Ein Fest der kurzen Wege

Möglich sei ein derartiger Grossanlass nur mit einem tollen Team, betont Boppart und ergänzt, das ganze OK arbeite ehrenamtlich. Bereits vor einer Woche sagte der OK-Präsident, Gossau sei perfekt für das Nosjf (Tagblatt vom 15. Juni). Auch gestern lobte er die gute Infrastruktur und die kurzen Wege. Insgesamt stehen sechs Vortragslokale zur Verfügung, das Einsingen findet in verschiedenen Schulhäusern statt. «Alles ist zentral in Bahnhofsnähe gelegen und in Gehdistanz», sagt Boppart. Man brauche keinen Shuttle-Bus, um zwischen den Lokalitäten zu wechseln. Etwas, das nicht selbstverständlich sei für ein solches Fest. Genauso wenig wie trockenes Wetter. Aber auch dafür sei gesorgt, verspricht der OK-Präsident. Der Draht zu Petrus sei bereits eingerichtet.

Bild: CORINNE ALLENSPACH

Bild: CORINNE ALLENSPACH

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