GOSSAU: Bauherrschaft ist zuversichtlich

Die Säntisblick Baupartner AG ist auch für den Fall eines Rekurses zuversichtlich. Sie sieht sich durch die Abweisung der Sammeleinsprache bestärkt.

Johannes Wey
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Für die Baukommission spricht nichts gegen Mehrfamilienhäuser. (Bild: Visualisierung: PD/Säntisblick Baupartner AG)

Für die Baukommission spricht nichts gegen Mehrfamilienhäuser. (Bild: Visualisierung: PD/Säntisblick Baupartner AG)

GOSSAU. Für Bernhard Dudli war die Post von der Gossauer Baukommission eine gute Nachricht. Nicht nur, weil die Sammeleinsprache gegen das Bauprojekt der Säntisblick Baupartner AG, an welcher er beteiligt ist, abgewiesen wurde. Die Begründung stimmt ihn auch für einen allfälligen Weiterzug zuversichtlich. «Wir gehen davon aus, dass unser Projekt einem Rekurs standhält.» Nun wolle man sofort mit dem Verkauf der Eigentumswohnungen starten und hoffe, ab dem Frühling bauen zu können.

Eine Gruppe von Anwohnern hatte sich gegen zwei von insgesamt fünf geplanten Dreifamilienhäusern an der Rosenhügelstrasse im Gebiet Fenn-Geissberg gewehrt (Tagblatt vom 2. Juli). Sie vertrat die Ansicht, dass in diesem Gebiet nur Einfamilienhäuser zulässig seien. In einer Reihe von Leserbriefen äusserten sie Angst vor Mehrverkehr, auch hinsichtlich der noch nicht begonnenen dritten Bauetappe.

Die Baukommission widerspricht dem: Weder im Überbauungsplan noch in einer der Präzisierungen werde der Bau von Mehrfamilienhäusern untersagt. In diesem Fall seien alle Wohnbauten zulässig, welche die im Überbauungsplan festgelegten «unbestrittenermassen strengen» Bauvorschriften erfüllten. Und die Bebauung mit Mehrfamilienhäusern führt gemäss Baukommission nicht zu einer Mehrbelastung der Erschliessungsstrasse. Diese sei gerade im Hinblick auf die Möglichkeit von Mehrfamilienhäusern grosszügig ausgelegt worden.

Bei den Einsprechern ist man vom Entscheid nicht überrascht wie einer von ihnen, Michael Menzl, auf Anfrage schreibt. «Wir prüfen im Moment die Begründung und werden anschliessend über das weitere Vorgehen vor Ablauf der Rekursfrist befinden.» Dazu bleibt noch Zeit bis Ende kommender Woche.

Überbauungsplan für 3. Etappe ändern

Der Entscheid der Baukommission ist auch ein Signal im Hinblick auf die dritte Bauetappe. Urs Pfister ist der Anwalt der Erbengemeinschaft Bernhardsgrütter, die das Land der dritten Etappe besitzt. Allerdings will er dem Entscheid der Baukommission noch nicht zu viel Gewicht zumessen, solange dieser noch nicht rechtskräftig geworden ist.

Für die dritte Etappe möchte die Erbengemeinschaft eine Änderung des Überbauungsplans erreichen. «Die heutigen Bestimmungen haben sich teilweise als untauglich erwiesen», sagt Pfister. Die wenigsten Häuser der Bauetappen 1 und 2 stimmten mit dem Überbauungsplan überein – mit Ausnahme der nun geplanten Dreifamilienhäuser.

Man strebe eine Mischung von Ein - und Doppeleinfamilienhäusern sowie Häusern mit drei Eigentumswohnungen – ähnlich dem Bauprojekt der Säntisblick Baupartner AG – an. «Die Möglichkeit von Attikageschossen erlaubt eine gewisse Verdichtung in vertretbarem Mass», sagt Pfister. Derzeit prüfe man die Änderung des Überbauungsplans mit der Stadt. «Wir hoffen, dass wir diese Optimierungen bis Ende Jahr erledigen können.» Die Änderung des Überbauungsplans, das Projekt für die Erschliessungsstrasse sowie die Pläne für die nötige Bachoffenlegung sollen dann in der ersten Hälfte 2017 öffentlich auflegen. 2018 könnte dann die Strasse gebaut werden.