GOSSAU: Alte Knacker schiessen scharf

Niemand bleibt verschont. Mit gekonnten Reimen und scharfen Spitzen erntete das Schnitzelbanktrio «Di Altä Knacker» im Vita Tertia viele Lacher.

Drucken
Teilen
«Di Altä Knacker» traten beim Jahrgängerverein auf. (Bild:Vanessa Mengel)

«Di Altä Knacker» traten beim Jahrgängerverein auf. (Bild:Vanessa Mengel)

Am Montag lud der Gossauer Jahrgängerverein 1941–1950 seine Mitglieder zur Schnitzelbank ins Restaurant Vita Tertia. Für zwei Stunden kam man zusammen, um die schlagfertigen Reime des vereinseigenen Trios «Di Altä Knacker» zu hören.

Lange im Voraus hatten sie die Schnitzelbank geplant: Eugen Krapf, der Gossauer «Jass-Papst» und Kopf des Trios, hat im ­vergangenen Jahr «Augen und Ohren offengehalten», um das passende Material für die Schnitzelbank zusammenzutragen. Nachdem in einem ersten Teil die Vereinsmitglieder auf die Schippe genommen worden waren, weitete sich der Themenkreis im zweiten Teil aus: Die nationalen und lokalen Sensationen wurden besprochen, Kantonsräte in die Mangel genommen, der Olma-Urin zum Dünger erkoren und Kochshows durch den Kakao gezogen. Ebenso schossen die «Altä Knacker» scharf zur Leistung des FC St. Gallen, ernannten Tranquillo Barnetta jedoch zum heimgekehrten Hoffnungsträger.

Auch in Gossau hatte sich viel zugetragen, das einer Schnitzelbank würdig war. Vor allem zur Stadtratswahl wurde laut gelacht. So blickten die «Knacker» darauf zurück, wie «Taxi-Bruno» versuchte hatte, Alex Brühwiler als Stadtpräsident abzulösen. Nur leider habe er das Podiumsgespräch verpasst: «Ein Stuhl blieb im Saal uubsetzt, dä Bruno hät sich uf Thailand versetzt.» Traurig war darüber keiner, denn «statt bi üs energisch im Rathus plagierä, chan är jetzt öber süessi Thaichätzli regiere». Auch ein giftiger Kommentar zu den schmutzigen Ständerlampen im Stadtzentrum blieb nicht aus.

Am Ende des Auftritts wurde das Trio mit kräftigem Applaus belohnt. (VaM)