Gommiswald, Ernetschwil und Rieden wollen fusionieren

Im Linthgebiet zeichnet sich nach einer Grundsatzabstimmung eine Gemeindefusion ab. Ausserdem wurden gestern in drei St. Galler Gemeinden neue Gemeindepräsidenten gewählt. Wolfhalden reduziert seinen Gemeinderat per Volksinitiative von neun auf sieben Mitglieder.

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Gommiswald befürwortete die grundsätzliche Anfrage zur Fusion mit Ernetschwil und Rieden mit 594 Ja- gegen 265 Nein-Stimmen. Ernetschwil stimmte mit 400 Ja gegen 117 Nein. In Rieden sagten 227 Stimmberechtigte Ja, 80 stimmten gegen die Vereinigung. Die drei Gemeinden erhalten vom Kanton für die Fusion einen Förderbeitrag von 7,8 Millionen Franken. Diese Finanzspritze soll der neuen Gemeinde ermöglichen, den tiefsten der drei Steuerfüsse beizubehalten. Es ist derjenige von Gommiswald mit 123 Steuerprozent.

In Ernetschwil liegt der Steuerfuss derzeit bei 157 und Rieden bei 162 Steuerprozent.

Huber gewinnt Kampfwahl

Die Gemeinde Oberriet hat den parteilosen Rolf Huber zum Gemeindepräsidenten gewählt. Der 43-Jährige holte 2008 Stimmen bei einem absoluten Mehr von 1454 Stimmen. Huber liess in einer Kampfwahl seine drei Konkurrenten deutlich hinter sich.

Huber, der in Oberriet aufgewachsen und heute Gemeindepräsident von Nesslau-Krummenau ist, wird Nachfolger von Walter Hess (CVP). Bei der Ersatzwahl holten Bruno Zoller 549 Stimmen, Max Lüchinger deren 235 und für Markus Probst legten 97 Wählerinnen und Wähler ein. Die Wahlbeteiligung betrug 52,87 Prozent.

Auch Sevelen wählte einen Parteilosen zum neuen Gemeindeoberhaupt: Roland Ledergerber holte im zweiten Wahlgang 539 Stimmen.

Damit liess er Markus Hutter von der FDP (442 Stimmen) und den parteilosen René Wildhaber (231 Stimmen) deutlich hinter sich.

In Quarten wurde Roman Zogg – auch er parteilos – zum Gemeindepräsidenten gewählt. Er holte 529 Stimmen – bei einem absoluten Mehr von 527 Stimmen – und liess seinen Konkurrenten Dieter Gmür von der CVP hinter sich. Gmür erreichte 453 Stimmen. Die Wahlbeteiligung betrug 60,74 Prozent.

Roman Zogg wird Nachfolger von Balz Mannhart (CVP), der nach 27 Jahren als Gemeindepräsident zurücktreten wird.

Volksinitiative angenommen

Gegen den Willen des Gemeinderats stimmten die Wolfhaldener einer Volksinitiative zu. Diese verlangt, dass der Gemeinderat ab Juni 2011 seine Mitglieder von neun auf sieben reduziert.

Auch in Speicher musste der Gemeinderat eine Niederlage einstecken: Das Stimmvolk schickte eine Kreditvorlage bachab. Vorgesehen war eine 2-Millionen-Beteiligung der Gemeinde in Form eines rückzahlbaren Darlehens an ein geplantes Fernwärmenetz eines privaten Anbieters. In Reute konnten zwei Vakanzen im Gemeinderat besetzt werden. Neu gewählt sind Karl Breitenmoser und Daniela Köppel.

Neue Schulpräsidenten

Die Gemeinde Tübach hat René Latzer (parteilos) zum Schulpräsidenten und Mitglied des Gemeinderats gewählt. Er holte 231 Stimmen bei einem absoluten Mehr von 221 Stimmen. Er liess in einer Kampfwahl seine parteilose Konkurrentin Lidia Bollhalder hinter sich.

In Horn ist Schulrätin Margrit Schrepfer zur neuen Schulpräsidentin gewählt worden. Sie übernimmt das Amt ab 1. Januar von Urs Bachmann. (sda/red.)