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GOLDOPOLY: Goldach als Brettspiel

Häuser kaufen, Hotels bauen, Mieten kassieren: Das legendäre Brettspiel Monopoly gibt es dank dem Schüler Nevio Alder nun auch für Goldach. Aus der Massenproduktion wird aber voraussichtlich nichts.
Jolanda Riedener
Sein Porträt hat der 15-jährige Nevio Alder aufs Spielgeld des «Goldopoly» gedruckt. (Bild: Jolanda Riedener)

Sein Porträt hat der 15-jährige Nevio Alder aufs Spielgeld des «Goldopoly» gedruckt. (Bild: Jolanda Riedener)

Jolanda Riedener

jolanda.riedener@tagblatt.ch

Die Pizzeria Fontana, die Sportanlage Kellen oder das Goldacher Rathaus kaufen? Im Spiel «Goldopoly» ist das alles möglich. Der 15-jährige Nevio Alder hat im Rahmen einer Schularbeit das beliebte Brettspiel Monopoly auf die Gemeinde Goldach adaptiert. Für sein «Goldopoly» hat er das Design kreiert, Spielkarten gestaltet und eigenes Spielgeld gedruckt. Die Noten zeigen sein Porträt, «gemalt von einem Strassenkünstler in Paris», sagt Alder.

Der 15-Jährige Goldacher – hellblonde Haare, blaue Augen, braun gebrannt – kommt ins Schwärmen, wenn er von seinem Projekt erzählt. Mit seiner Familie spiele er ab und zu ein Brettspiel. «Um wieder einmal vom Computer oder dem Fernseher wegzukommen und zusammen etwas zu unternehmen», sagt ­Alder. So sei ihm die Idee zu seiner Projektarbeit auch während einer Runde Monopoly gekommen.

«In unserem Dorf hat es einfach so viele Kreisel»

Das «Goldopoly» funktioniert zwar nach Vorbild des bekannten Monopoly, dennoch hat Nevio Alder einige Eigenheiten in sein Spiel eingebaut. Was im regulären Spiel Wasser- oder Versorgungswerke sind, sind in der Goldacher Version Cornetkreisel, Rathauskreisel, Bahnhofkreisel und Segelkreisel: «In unserem Dorf hat es einfach so viele davon», sagt Alder. Auch die Kreisel können im Spiel gekauft werden und bringen Miete ein.

Das teuerste Gebäude im «Goldopoly» ist das Goldacher Rathaus und kostet 400 Franken: «Ich habe die Orte nach Bekanntheit und Grösse in Preiskategorien eingeteilt», sagt Alder. Analog zum Monopoly hat er Chancen- und Kanzleikarten erstellt, die zu Goldach passen: «Du besuchst eine Aufführung in der ‹Kultur ide Aula› und rückst auf das Feld ‹Oberstufe› vor!», lautet etwa die Aufforderung auf einer Karte.

Nevio Alders Lehrerin hat ihn ermuntert, das Brettspiel dem Goldacher Gemeindepräsidenten Dominik Gemperli vorzustellen. «Ich würde mir wünschen, dass alle neuzugezogenen Goldacher ein solches Spiel von der Gemeinde geschenkt bekommen. Dann lernen sie unser Dorf gleich kennen», sagt Alder.

Gemperli lobt die kreative ­Arbeit des Schülers: «Ich werde das Spiel dem Gemeinderat vorstellen», sagt er. Die hohen Produktionskosten sprechen aber nicht dafür, dass das Spiel bald gekauft werden kann. Denn: Das Goldopoly kostet 250 Franken. Vermutlich sei dies urheberrechtlich auch nicht möglich. «Wir haben Folien hergestellt, die man über ein bestehendes Monoply kleben kann», sagt ­Alder. Ansonsten wären die ­Kosten vermutlich noch höher geworden. Unterstützt worden sei er bei seiner Arbeit unter anderem von der Goldacher Druckerei Schmid-Fehr. Auch eine Goldacher Grafikerin habe sein Projekt unterstützt und ihm den ­letzten Feinschliff gegeben. Geholfen hat ihm auch seine Mutter: «Sie hat mich immer wieder auf gebracht.»

Sein Dorf kennt Nevio Alder in- und auswendig. «Jetzt sehe ich Goldach mit anderen Augen und achte auf Details», sagt er. Nach den Sommerferien wird der 15-Jährige die Kantonsschule in St. Gallen besuchen. Später möchte er gerne einmal Sprachlehrer werden.

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