Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

GOLDACH/UNTEREGGEN: Die Hochzeitsreise der Frösche geht zu Ende

Die Amphibienwanderung an der Untereggerstrasse klingt langsam ab. 9000 Tiere haben Freiwillige bisher über die Strasse zum Schlossweiher getragen. Früh, bereits Anfang Februar, hat die Hochzeitsreise der Kröten, Frösche und Molche begonnen, wurde aber wegen des Kälteeinbruchs unterbrochen.
Joye Geisselhardt
Jedes Tier wird genau betrachtet, um Art und Geschlecht festzustellen. Hier zu sehen ist ein Grasfrosch. (Bild: Joye Geisselhardt)

Jedes Tier wird genau betrachtet, um Art und Geschlecht festzustellen. Hier zu sehen ist ein Grasfrosch. (Bild: Joye Geisselhardt)

GOLDACH/UNTEREGGEN. «9000 Frösche, Kröten und Molche sind in diesem Frühling bisher zum Schlossweiher in Untereggen gewandert», sagt Kuno Feurer. Der ehemalige Primarlehrer ist seit 20 Jahren mit dabei, wenn es darum geht, die Frösche auf ihrem Weg vor dem Tod zu bewahren. «Ohne die Sperren hätten wir ein richtiges Blutbad auf der Strasse», sagt Kuno Feurer. Die Amphibien würden bis zu acht Minuten brauchen um die Strasse zu überqueren. Gemeinsam mit Schulklassen und Freiwilligen werden die Tiere, die in die Fangkübel entlang der rund 800 Meter langen Sperre fallen, sicher zum Weiher transportiert.

Früher Beginn

Begonnen hat die Wanderung in diesem Jahr sehr früh. Bereits am 6. Februar konnten die ersten Amphibien in den Kübeln gefunden werden. Nach der ersten Wandernacht am 23. Februar mit über 1000 Tieren, war es aber lange ruhig. Der Kälteeinbruch habe die Amphibien an ihrer Wanderung gehindert. Die besten Bedingungen für die Amphibienwanderung seien feucht-warmes Wetter. Amphibien wandern, wenn die Temperaturen auch in der Nacht über dem Gefrierpunkt liegen und der Boden feucht genug ist. «Seit gut zwei Wochen sind nun massenweise Tiere auf der Hochzeitsreise», sagt Kuno Feurer.

Wenn es in den kommenden Tagen regnet, werden die letzten Amphibien auf der Hinwanderung erwartet. Die Wanderung ist für die Tiere sehr anstrengend. Besonders die Erdkrötenweibchen haben schwer zu tragen. Neben ihren Eiern, die sie ins Laichgewässer transportieren müssen, klammert sich oft ein Männchen auf ihrem Rücken fest, das von ihnen bis zum Weiher getragen wird. Viele haben ihre Eier schon abgelegt und befinden sich auf dem Weg zurück in ihr Sommerquartier. Entgegen der allgemeinen Meinung leben die meisten Frösche nicht am Teich. Nachdem sie gelaicht haben, kehren sie in ihr Sommerquartier zurück. Aus diesem Grund sind seit einigen Jahren auch Rückwandersperren aufgestellt. Die dort eingefangenen Frösche werden ebenfalls sicher über die Strasse getragen und im nahe gelegenen Bach ausgesiedelt. Rund 2000 Amphibien sind bisher auf der Rückwanderung gefangen worden.

Rekord am Mühleberg

An der zweiten, kleineren Sperre beim Mühleberg in Goldach kann bereits jetzt ein Rekord verzeichnet werden. Noch nie wurden an der Sperre so viele Amphibien gefangen wie in diesem Jahr. «Der Schlossweiher ist ein Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung», sagt Kuno Feurer. Durchschnittlich wandern hier pro Jahr 10 000 bis 15 000 Amphibien. Vor allem Erdkröten, Grasfrösche und Bergmolche laichen im Weiher.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.