Goldachs Zentrum ist verkauft

GOLDACH. Es geht vorwärts im Dorfzentrum. Die Visiere für die Zentrumsüberbauung stehen, und seit gestern sind die betroffenen Parzellen im Eigentum der Fortimo AG. Die Bauanzeige liegt vor, ab Dienstag läuft die Einsprachefrist.

Corina Tobler
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Die Visiere zeigen die Dimensionen der Zentrumsüberbauung an. Gestern erfolgte der Verkauf der Liegenschaften an die Fortimo AG. (Bild: Corina Tobler)

Die Visiere zeigen die Dimensionen der Zentrumsüberbauung an. Gestern erfolgte der Verkauf der Liegenschaften an die Fortimo AG. (Bild: Corina Tobler)

Der gestrige Donnerstag war ein denkwürdiger Tag für Goldachs Gemeindepräsident Thomas Würth – und fürs Zentrum des Dorfs. «Wir haben die drei gemeindeeigenen Liegenschaften, den ehemaligen Kiosk, das Blumengeschäft und das «Schäfli» gestern an die Fortimo AG verkauft. Auch Josef Streule hat seine drei Liegenschaften an der Blumenstrasse an die Fortimo verkauft. Die Zahlungen sind bereits erfolgt», sagt Würth.

Vorbehalt aus dem Weg geräumt

Einzig der Parkplatz hinter dem «Schäfli» gehört noch nicht der Fortimo, die Bauherrin der Zentrumsüberbauung ist. Der Parkplatz gehört dem Eigentümer der Liegenschaft, in welcher der Denner untergebracht ist. «Mit dem Eigentümer haben wir Vorverträge abgeschlossen, die von beiden Seiten unterzeichnet sind. Diese besagen, dass der Parkplatz an die Gemeinde verkauft wird, unter dem Vorbehalt, dass die Fortimo die übrigen Liegenschaften kauft. Dies ist nun geschehen, so dass wir jetzt nur noch den Vertrag vollziehen müssen», erklärt Würth. Der Verkauf der Liegenschaften sei genau zehn Jahre nach dem Kauf der Eckparzelle zwischen Haupt- und Blumenstrasse erfolgt. «Wir haben einen Meilenstein erreicht», betont der Gemeindepräsident. Er fügt an, dass die verkauften Liegenschaften zwar seit gestern im Eigentum der Fortimo seien, der Besitzesantritt aber noch verzögert werde. «Bis die Baubewilligung vorliegt, bleibt die Gemeinde für die Mieter verantwortlich.»

Visiere sind gesetzt

Die Baubewilligung ist die letzte Hürde für die Zentrumsüberbauung, nachdem der Rekurs eines Nachbarn gegen den Gestaltungsplan im September zurückgezogen wurde. Der Rekurrent bestand auf dem Erhalt zweier über 50 Jahre alter Bäume auf seiner Liegenschaft am Ankerweg, die wohl der Tiefgarage weichen müssen. Die Gemeinde einigte sich mittels Vergleich mit ihm, womit der Gestaltungsplan dem Kanton zur Genehmigung eingereicht werden kann. Dies soll nun – nach dem Verkauf der Liegenschaften an die Fortimo AG – geschehen, wie Thomas Würth bestätigt. Das Auflageverfahren für die Baubewilligung steht derweil unmittelbar bevor. Darauf deuten die kürzlich errichteten Visiere hin, welche die Dimensionen der geplanten Überbauung aufzeigen. «Wir haben die Bauanzeige gestern an die betroffenen Nachbarn verschickt. Ab Dienstag läuft dann die Einsprachefrist bis zum 8. Dezember», so Würth.

Überbauung kommt definitiv

Wenn keine Einsprachen eingehen, könnten die Bauarbeiten seiner Einschätzung nach im Sommer beginnen. Glaubt er daran? «Ich bin Berufsoptimist», gibt er schmunzelnd zur Antwort, um dann ernster anzufügen: «Verhindert werden kann die Überbauung jetzt definitiv nicht mehr, weil die Baueingabe exakt dem Gestaltungsplan entspricht. Wer jetzt Einsprache einlegt, muss ein eigenes schutzwürdiges Interesse geltend machen können. Nur zu sagen, dass einem die Überbauung nicht gefällt, reicht nicht aus.»