Goldach wird zum Bollwerk

Zum viertenmal in Serie beendet Goldach eine Partie ohne Gegentreffer. Diesmal holt der Leader der 2.-Liga-Gruppe 1 mit dem 0:0 einen wertvollen Auswärtspunkt gegen Gruppenfavorit Arbon.

Bernhard Eugster
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Goldachs Neuzuzug Elvis Skenderovic (links) kämpft gegen Arbons Refet Nesimi um den Ball. (Bild: Urs Bucher)

Goldachs Neuzuzug Elvis Skenderovic (links) kämpft gegen Arbons Refet Nesimi um den Ball. (Bild: Urs Bucher)

FUSSBALL. Wie bereits im Derby gegen Rorschach litt auch das 2.-Liga-Spiel zwischen den Nachbarn Arbon und Goldach unter dem schlechten Wetter. Der Zuschaueraufmarsch war mit 100 Personen als spärlich zu bezeichnen. Goldachs Trainer Andy Giger liess bereits im Vorfeld verlauten, dass er auch mit einem Punkt gut leben könne, zumal ihm mit Matthias Hanselmann und Pascal Keller gleich beide zentralen Aufbauspieler fehlten. Zudem musste der Trainer auf Routinier Cornel Eberle verzichten. Erstmals für Goldach lief dafür der vom Drittligisten FC Rheineck transferierte Elvis Skenderovic auf. Der Neuzuzug deutete, so lange die Kräfte reichten, seine Gefährlichkeit das eine oder andere Mal an.

Gut auf Gegner eingestellt

Wie erwartet versuchte Arbon von Beginn an, mit einem gepflegten Spielaufbau das Heft in die Hand zu nehmen und die Goldacher in der eigenen Hälfte einzuschnüren. Die Gäste waren aber optimal auf den Gegner eingestellt. Sie wirkten sehr bissig in den Zweikämpfen und machten die Räume geschickt eng, was den verspielten Thurgauern nicht behagte. So spielte sich das Geschehen in der ersten Halbzeit mehrheitlich zwischen den beiden Strafräumen ab. Es gab nur wenige Torchancen, diese waren aber in etwa gleichmässig verteilt. Der immer tiefer werdende Boden war für beide Teams sehr kräfteraubend, so dass sich ein richtiger Abnützungskampf entwickelte.

Mit der Einwechslung der beiden Stürmer Lorin Hüttenmoser und später Nico Bargues erhoffte sich Goldachs Trainer Giger neue Impulse. Tatsächlich brachten sie den erhofften Schwung. Es wurden beste Überzahlsituationen herausgespielt. Immer wieder stand aber der überragende Arboner Amir Habchi am richtigen Ort und konnte noch eingreifen. In den letzten zehn Minuten kam aber auch das Heimteam zu zwei guten Torchancen. Beiden Teams fehlte aber im entscheidenden Moment entweder die nötige Cleverness, ein bisschen Kraft oder auch einfach nur ein Quentchen Glück. So blieb es trotz einer spannenden Schlussphase, in der sowohl Goldach als auch Arbon den Siegtreffer hätte erzielen können, bei der letztlich gerechten Punkteteilung.

«Haben uns Punkt verdient»

Goldach-Trainer Giger war auf jeden Fall zufrieden: «Wir haben uns den Punkt mit einer sehr kämpferischen Leistung verdient. Sehr positiv stimmt mich die Tatsache, dass unsere Defensive erneut fehlerfrei spielte und sich langsam, aber sicher zu einem Bollwerk entwickelt. Trotz zahlreicher Absenzen kamen wir gegen einen Gruppenfavoriten zu Torchancen.»