GOLDACH: Wellenritt zum Greifen nah

Nahe am Seeufer, bei der Tiki-Strandbar, haben sich am Samstag 20 Wakeboarder gemessen. Das Publikum brachte den Sportlern dabei einen besondern Kick.

Ramona Riedener
Drucken
Teilen
Sommerstimmung beim Wakeboard-Wettbewerb: Ein buntes Publikum staunt über Tricks der Sportlerinnen und Sportler. (Bild: Ramona Riedener)

Sommerstimmung beim Wakeboard-Wettbewerb: Ein buntes Publikum staunt über Tricks der Sportlerinnen und Sportler. (Bild: Ramona Riedener)

Ramona Riedener

redaktionot@tagblatt.ch

Ein heisser, sonniger Sommertag am Goldacher Seeufer. Von Weitem hört man Musik, heissen Sound, ebenso heiss wie die Temperaturen und die Stimmung. Am Seeufer bei der Tiki-Strandbar sind Strandliegen aufgestellt, und weiche Kissen bieten zusätzliche Sitzgelegenheiten. Sonnenschirme und kleine Partyzelte bieten Schatten vor der glühenden Sonne. Ein gemischtes Volk von jungen Leuten, Familien mit Kindern, älteren Spaziergängern und neugierigen Touristen verfolgen vergnügt den Spass, welcher ihnen im Wasser geboten wird.

Im zweiten Wakebattle, dem Goldacher Plauschwettbewerb im Wakeboading, laufen 3 Frauen und 17 Männer über die Wellen und zeigen der Jury und den Zuschauern ihre akrobatischen Tricks. Informativ und unterhaltsam kommentiert der Moderator den Event auf dem Wasser, wo gerade die Finalisten ihr Bestes zeigen.

Einer der Finalisten ist Malvin Studerus aus Steinach. Der 23-jährige Hobby-Wakeboarder strahlt übers ganze Gesicht. Er hat sich hinter vier internationalen Sportlern auf den sechsten Platz qualifiziert. Für den braungebrannten Wasserfreak ist das Wakebattle ein absolutes Highlight am Goldacher Seeufer. «Ich bin bereits das zweite Mal bei diesem Contest mit dabei. Es macht mir einfach mega Spass. Diese Stimmung, die Leute, dieses Wetter, absolut super. Die Zuschauer sind so nah, du hörst sie, wie sie dir zurufen, wenn du an ihnen vorbei fährst. Was gibt es Schö­neres als dieses Adrenalin», schwärmt der junge Sportler, der bereits mit acht Jahren auf einem Wakeboard stand. «Mein Onkel hat seit 20 Jahren eine Wakeboarding-Schule in Berlingen. Da bin ich sozusagen damit aufgewachsen.» Eigentlich würde er gerne weiterkommen in diesem Sport. Doch da er im Winter Hockey spielt und dafür bereits im August mit dem Training beginnt, bleibt es aus zeitlichen Gründen ein Sommerhobby.

«Man kennt sich in der Szene»

Begeistert vom Erfolg des Events ist auch Michelle Bischof. Sie und ihre fünf Mitorganisatoren hatten vergangenes Jahr im Mai die Idee und setzten sie kurzerhand im darauffolgenden August um. Der Wakeboard-Contest kam bei der Bevölkerung und in der Szene so gut an, dass es für die initiativen jungen Leute klar war, ihn zu wiederholen. «Wakeboarding ist eine Randsportart. Man kennt sich in der Szene. Deshalb mussten wir nur ein paar Telefone machen und SMS schreiben, um an die Sportler ranzukommen», sagt die 24-Jährige, die selber nur unregelmässig auf dem Brett steht. Schwimmen sollte man schon können, sagt sie schmunzelnd, doch die Sportler tragen alle Schwimmwesten. Aus Sicherheitsgründen, damit sie sofort wieder hochkommen, wenn sie sich bei einem Sturz verletzen.

Obwohl für die Sicherheit auf dem Wasser gesorgt ist, wagt sich keiner der Zuschauer spontan aufs Brett. «Nein, nicht vor all den Zuschauern. Ich mache mich doch nicht zum Narren», wehrt ein junger Mann ab. «Aber in einer Wakeboarding-Schule könnte ich es mir gut vorstellen.»