GOLDACH: So beliebt wie noch nie

Zum offiziellen Verkaufsstart sind die Kulturpässe der Reihe Kultur i de Aula schon ausverkauft. Einzeltickets sind noch zu haben. Die Veranstalter schwanken zwischen Freude und Bedauern.

Linda Müntener
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Die Schweizer Musiker Heinz de Specht eröffnen am 28. und am 29. Oktober die diesjährige Saison von Kultur i de Aula. (Bild: pd)

Die Schweizer Musiker Heinz de Specht eröffnen am 28. und am 29. Oktober die diesjährige Saison von Kultur i de Aula. (Bild: pd)

GOLDACH. Von Guido Schwalts Sorgen können andere nur träumen. Während viele Kulturveranstalter um ihr Publikum kämpfen müssen, wird der Programmverantwortliche der Goldacher Veranstaltungsreihe Kultur i de Aula regelrecht überrannt. Gerade einmal zehn Minuten dauerte es, bis die 440 Kulturpässe gestern ausverkauft waren. «Das habe ich noch nie erlebt», sagt Schwalt.

Besitzer eines Kulturpasses können sechs Veranstaltungen in der Aula mit Sitzplatzgarantie besuchen. Und sie haben ein Privileg: Einen Tag vor dem offiziellen Verkaufsstart können sie wieder einen Pass für die kommende Saison buchen. «Damit wollen wir unseren treuen Kunden einen Vorteil verschaffen», sagt Schwalt. Das sei in der Branche üblich. Dass zum heutigen offiziellen Verkaufsstart kein einziger Pass für «Neue» übrig bleibt, damit hätte er nicht gerechnet. Die Verantwortlichen haben schon im vergangenen Jahr versucht, dem mit Preisanstieg und einer geringeren Bestellzahl pro Person entgegenzuwirken. «Uns ist klar, dass wir Leute enttäuschen», sagt Guido Schwalt.

Veranstalter wollen keine geschlossene Gruppe

Noch mehr Kulturpässe anzubieten, kommt nicht in Frage. «Wir wollen keine geschlossene Gruppe werden», sagt Schwalt. So gehen pro Veranstaltung 22 Einzeltickets in den Verkauf. Der Vorverkauf startet am 5. Oktober bei der St. Galler Kantonalbank in Goldach – mit gleichen Bedingungen für alle. In der Regel genüge das. «Die Einzeltickets sind selten ausverkauft.» Der Spezialabend mit Pedro Lenz (siehe Kasten) ist zudem nicht im Pass inbegriffen.

Der Ansturm auf die Kulturpässe ist eine Bestätigung für den Programmverantwortlichen. Auch diese Saison verspricht Schwalt ein vielseitiges, hochstehendes Programm. «Ein Mix aus Lachen und Zähne zusammen beissen», sagt er. Besonders freut ihn, dass im März Rolf Miller auf der Aula-Bühne steht. Seit Vereinsgründung versuche man, den deutschen Kabarettisten zu gewinnen. Bisher sei Goldach eine Nummer zu klein gewesen. Jetzt hat es geklappt. Auch der Saisonauftakt mit dem Musikertrio Heinz de Specht werde ein besonderer Anlass. «Für mich ist jeder Abend ein Höhepunkt.»