GOLDACH: Pfarrerin und Signet sind neu

Mit einem erneut im Minusbereich liegenden Budget und der Wahl von Pfarrerin Käthi Meier-Schwob ging die Versammlung der Evang. Kirchgemeinde über die Bühne.

Merken
Drucken
Teilen
Präsidentin Lidia Bollhalder (Mitte) mit der eben gewählten Pfarrerin Käthi Meier-Schwob (links) und der in die Synode gewählten Pfarrerin Sabine Rheindorf. (Bild Fritz Heinze)

Präsidentin Lidia Bollhalder (Mitte) mit der eben gewählten Pfarrerin Käthi Meier-Schwob (links) und der in die Synode gewählten Pfarrerin Sabine Rheindorf. (Bild Fritz Heinze)

Speditiv führte Lidia Bollhalder, Präsidentin der Gesamtkirchgemeinde in der Evangelischen Kirche Goldach die Versammelten durch die Geschäfte. Sie profitierte dabei auch vom Umstand, dass die 88 Stimmberechtigten zurückhaltend waren mit Voten oder Einsprachen. Es standen zwei Wahlen, eine technische Revision am Kirchturm und eine Rechnung auf der Traktandenliste. Letztere hatte es in sich, eine diesbezügliche Gesamtbetrachtung lohne sich aber.

Es war kein leichter Brocken, den Lidia Bollhalder beim Traktandum Jahresrechnung 2017 verkünden musste, aber er wurde auch nicht kleiner beim Budget 2017. Die aktuelle Rechnung weist ein Defizit von 85400 Franken auf und das Budget 2017 eines von 98000 Franken. Eine Situation, die sowohl Lidia Bollhalder als auch der ganzen Kirchenvorsteherschaft zu denken gibt. Trotz Einsparungen im Personalbereich, bedingt durch eine Pfarrvakanz und Einsparungen im Sachbereich, liess sich durch den massiven Rückgang des Steueraufkommens die defizitäre Situation nicht verhindern. Dazu meinte die Präsidentin: «Das Steueraufkommen ist schlecht abzuschätzen, aber gleichzeitig darf unsere Kirche die Angebote nicht zurückfahren. Wir haben eine lebendige Kirche und unsere Angebote sind willkommen. Und diese Leistungen brauchen die finanziellen Ressourcen.» Es würden Wege gesucht, um die Kasse gesund zu erhalten. Der Steuerertrag sei im vergangenen Jahr um 144000 Franken zurückgegangen. Der Steuersatz bleibt auf 23 Prozent. Lidia Bollhalder betont aber auch, dass man trotz des Sparwillens der Tradition treu bleibe.

Sanierung der Kirche im grossen Stil

Mit 220000 Franken schlägt die Sanierung des Glockenstuhles und der Turmuhranlage zu Buche. Der Umstand, dass seit der Errichtung des Turmes 1954 nur zweimal im technischen Bereich eingegriffen werden musste, einmal im Jahr 1974 und im Jahr 1999, relativiert den jetzigen Betrag. Nach diesen Jahren hätte die Sanierung nicht mehr hinausgezogen werden können. Erneuerung der Elektroinstallationen, Erneuerung der Läutmaschine, Sanierung des Schlagwerkes und vieles andere mehr. Man geht davon aus, dass nach diesem Grosseingriff für die nächsten Jahrzehnte Ruhe sein wird.

Ein Zeichen gesetzt wurde mit dem neuen Signet, das künftig Briefe und den Internetauftritt schmücken wird. Anlässlich der Kirchgemeindeversammlung wurde es erstmals einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert. Der Prozess zur Schaffung des Signets wurde vom Ressort Information vorbereitet. Mit dem Signet wolle die Kirchgemeinde ihr Erscheinungsbild aktualisieren und anderseits beim neuen Internetauftritt, der voraussichtlich im Herbst einsatzbereit sein dürfte, verwenden, sagte Diakon Martin Chollet. «Wir haben uns mit dem Signet auf einen neuen Weg begeben», bekräftigte auch Lidia Bollhalder.

Seit der Versammlung ist die Vakanz in der Kirchgemeinde beendet. Pfarrerin Käthi Meier-Schwob wurde einstimmig gewählt und mit Applaus und einem Blumenbouquet empfangen. Meier-Schwob arbeitet bereits seit Anfang Dezember 2016 als Verweserin in der Kirchgemeinde und ist nun mit einem Pensum von 80 Prozent angestellt. Die gebürtige Baslerin ist seit 1999 im Teilpensum in der Klinik- und Gefängnisseelsorge tätig und wirkte ab 2007 bis 2016 als Seelsorgerin im Kantonsspital St. Gallen. Mit der Wahl von Pfarrerin Sabine Rheindorf in die Synode gab es nochmals eine einstimmige Bestätigung durch die Stimmberechtigten.

Fritz Heinze

redaktionot@tagblatt.ch