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GOLDACH: Millionen für wohnlichen Dorfkern

Die Projekte für den Umbau des Goldacher Zentrums sind fertig. Jetzt geht es ums Geld. Die Bürger entscheiden über Kredite für zweite Strasse, Bushof und Gestaltung der Hauptstrasse – total 16 Millionen Franken.
Fritz Bichsel
So soll die Mühlegutstrasse die Bahnlinie unterqueren: westlich des Friedhofs durch den Damm in vorgefertigten ElementenVisualisierung (Bild: : PD)

So soll die Mühlegutstrasse die Bahnlinie unterqueren: westlich des Friedhofs durch den Damm in vorgefertigten ElementenVisualisierung (Bild: : PD)

Fritz Bichsel

redaktionot@tagblatt.ch

Auf Antrag des Gemeinderates bewilligte die Bürgerversammlung der Gemeinde im März 2016 für diese Vorhaben drei Projektierungskredite. Ebenso beantragt der Gemeinderat nach der Genehmigung der fertigen Projekte nun drei Baukredite – weil die Bürger auch nur Teile ausführen lassen könnten. Wie der Bushof gebaut und die Hauptstrasse umgestaltet werden kann, hängt allerdings davon ab, ob die neue Strasse durchs Mühleguet und unter der Bahnlinie hindurch gebaut wird. Ohne diese zweite Strasse durchs Dorfzentrum ­wären die anderen Teile zwar möglich, sie müssten aber anders geplant werden. «Das werden wir den Bürgern in den Unterlagen zur Urnenabstimmung darlegen», kündigt Gemeindepräsident Dominik Gemperli an.

Aus den Kostenberechnungen der mit der Detailplanung beauftragten Ingenieure ergaben sich folgende Kreditanträge an die Bürger: 11,1 Mio. Franken für eine Strasse vom Mühlegut bis zur Untereggerstrasse mit Unterführung an der Bahnlinie durch den Bahndamm sowie Ausbau der Unteregger- und der Sulzstrasse mit Abbiegespuren vor dem Kreisel am Dorfplatz beim Bahnübergang; 3,1 Mio. für die Neugestaltung der Hauptstrasse (vom Bahnübergang bis zum Kreisel beim Rathaus); 2,1 Mio. für den neuen Bushof an der Südseite des Bahnhofs samt Verlängerung der Bahnhofstrasse ab der Landi als Zufahrt. Zur Mitfinanzierung dieser gut 16 Mio. Franken stehen gemäss Bürgerbeschluss 10 Mio. aus dem Verkauf von Bauland der Gemeinde im Sonnental zur Verfügung und erwartet der Gemeinderat Beiträge von 3 Mio. (grossteils aus dem Aggloprogramm des Bundes). Somit müsste die Gemeinde noch gut 3 Mio. Franken tragen.

Goldachs Zentrum wird geprägt von Fahrzeugkolonnen, die vor dem Bahnübergang am Dorfplatz und beim Lichtsignal vor der Einfahrt in die St. Gallerstrasse Richtung Autobahn warten. Verkehrszählungen zeigen, dass nicht allein Verkehr von Rorschacherberg und aus dem oberen Gemeindeteil zur und von der Autobahn die Staus verursacht, sondern auch Verkehr innerhalb des Dorfs. Deshalb entwickelte der Gemeinderat für ein attraktiveres Zentrum das Konzept mit einer zweiten Strasse, die unter der Bahn hindurch führt und benützt werden soll, wenn der Bahnübergang an der anderen geschlossen ist. Für die Aufwertung des Dorfkerns sei das auch nötig, wenn der Verkehr zur Autobahn künftig vor dem Dorf zu einem neuen Anschluss geführt werden könne. Ohne Stopp an der Bahnlinie rolle der Verkehr regelmässig, statt in Wellen, womit auch der Stau beim Lichtsignal abnehme.

Ein Grossteil der Bürger unterstützt das Vorhaben, die ­Kolonnen im Dorf und die Wartezeit an den Barrieren zu verringern. Das bestätigte die Bürgerversammlung zu den Projektierungskrediten. Nicht einig wurden die Goldacher hingegen bei der Lösung. So fand das Konzept des Gemeinderates nur eine kleine Mehrheit gegen den Wunsch, trotz jahrelanger Planung nochmals Varianten zu prüfen. Viele Nein gab es aber auch, weil ein Autobahnanschluss als grösste Entlastung nicht gesichert war, und wegen Befürchtungen, die Strasse zur Umfahrung des Bahnübergangs werde die Lebensqualität in den berührten Quartieren beeinträchtigen. Dass ein Autobahnanschluss inzwischen dem Ziel näher kam, ist am 30. August an einer Veranstaltung mit Vertretern von Gemeinden, Kanton und Bund zu erfahren (19.30 Uhr im Würth-Haus Rorschach). Bedenken zur neuen Strasse durchs Goldacher Zentrum trugen Gemeinderat und Planer Rechnung mit Änderung oder Ergänzung des Projekts für Temporeduktion sowie Lärmschutz im Mühlegut und an der Unionstrasse. Das «Tagblatt» wird diese Massnahmen und die weiteren Projekte für den Dorfkern noch näher erläutern.

Als neuer Gemeindepräsident kam Dominik Gemperli nach eingehender Analyse zum Schluss, das vorliegende Konzept für die Zentrumsentwicklung sei «die einzige sinnvolle und realistische Variante». Die Weiterarbeit bis zu den jetzt fertigen Bauprojekten habe er «sehr positiv erlebt». «Nach der Detaillierung und den Verbesserungen können die Bürger nun über gute Vorschläge zur Gestaltung unseres Dorfkerns entscheiden.»

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