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GOLDACH: Hybride erobern die Strassen

Das Postauto-Unternehmen Schwizer führt neu drei Hybridbusse mit Diesel- und Elektromotor. Wenn sie überzeugen, wird die gesamte Flotte durch die umweltfreundlichere Alternative ausgetauscht.
Lisa Wickart
Von links: Walter Schwizer, Florian Jud und Claudio Albrecht vor den neuen Hybridpostautos. (Bild: Postauto)

Von links: Walter Schwizer, Florian Jud und Claudio Albrecht vor den neuen Hybridpostautos. (Bild: Postauto)

Lisa Wickart

lisa.wickart@tagblatt.ch

Der gelbe Bus startet mit einem Brummen und fährt los. Noch fährt er mit Diesel. An einer Haltestelle stoppt er kurz und fährt leise weiter. Jetzt bewegt sich das Postauto nur noch durch den Elektromotor. Es ist einer von drei neuen Hybridbussen der Postauto-Region Ostschweiz. In Goldach ersetzen sie die herkömmlichen Dieselbusse. Das Ziel: Treibstoffersparnis von 20 bis 30 Prozent. «Mit dem Einsatz von Hybridbussen kann der Kanton St. Gallen einen aktiven Beitrag zur Reduktion des CO2-Ausstosses leisten», sagt Florian Jud vom Amt für öffentlichen Verkehr gestern an der Medienfahrt mit den neuen Postautos. Im Kanton St. Gallen sind es die ersten Hybridpostautos.

Dieselbusse bis 2018 austauschen

Wenn die neuen Busse überzeugen, plant das Postauto-Unternehmen Schwizer GmbH in Goldach, bis 2018 alle Dieselbusse durch die umweltfreundlichere Alternative zu ersetzen. Das Transportunternehmen wird auf drei Linien von Rorschach, Rorschacherberg sowie Rheineck nach St. Gallen ab Ostern die neuen Hybridbusse einsetzen. Jeweils am Morgen sind die schadstoffarmen Postautos auch auf den Strecken von Herisau über Stein nach St. Gallen und von Herisau nach Brunnadern unterwegs.

Produziert wurden die Hybridfahrzeuge vom Fahrzeughersteller Scania Schweiz AG mit Hauptsitz in Kloten. Scania vermietet die drei Hybridbusse an das Postauto-Unternehmen in Goldach. Claudio Albrecht, Leiter Busses and Coaches, ist vom schadstoffarmen Prinzip überzeugt: «In naher Zukunft spielt die Weiterentwicklung von Hybridmotoren eine grosse Rolle.» Die neuen Postautos sind mit einem Diesel- und einem Elektromotor ausgerüstet. Sie haben einen sogenannten Parallelhybridantrieb. «Durch den starken Dieselmotor verfügen die Fahrzeuge auch bei niedrigem Batterieladestand über genügend Fahrleistung und sind daher für den Stadtverkehr wie auch für eine anspruchsvolle Überlandtopografie geeignet» sagt Albrecht. Durch die vielen Starts und Stopps auf einer typischen Regionalverkehrslinie wird ein Teil der Energie zurückgewonnen, die dann beim Anfahren wieder eingesetzt wird. An Haltestellen oder roten Ampeln schaltet der Dieselmotor automatisch ab. Das Anfahren erfolgt über den Elektromotor.

Ende April folgen Doppelstöcker

Bevor die Hybridbusse zum Einsatz kommen, müssen sich alle Fahrerinnen und Fahrer einer Schulung unterziehen. Denn wirtschaftliches Fahren hat laut dem Regionalleiter der Postauto-Region Ostschweiz Walter Schwizer nicht nur mit dem Fahrzeug selbst zu tun, sondern auch mit der Fahrweise der Fahrer. Die drei neuen Fahrzeuge in Goldach vergrössern die Schweizer Postauto-Hybridflotte auf 42. In der Region Ostschweiz sind nun insgesamt elf Hybridpostautos in Betrieb, drei in Goldach, acht in Frauenfeld. Geplant sind Testfahrten mit einem weiteren Prototypen: Ende April kommen die ersten Hybrid-Doppelstöcker zur Postautoflotte hinzu.

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