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GOLDACH: Eine zeitgemässe Änderung

Im Seniorenzentrum La Vita sollen Pflegebedürftige einziehen dürfen. Bisher mussten sie abgewiesen werden.
Wer ins Seniorenzentrum eintritt, benötigt meist auch Pflege. (Bild: Fotolia)

Wer ins Seniorenzentrum eintritt, benötigt meist auch Pflege. (Bild: Fotolia)

Betagte Menschen wollen heutzutage möglichst lange in den eigenen vier Wänden leben oder dort betreut werden. Deshalb ist das durchschnittliche Alter beim Eintritt ins Seniorenzentrum ­höher als früher, und zumeist benötigen die Senioren von Beginn weg Pflege. Die Betriebskommission des Seniorenzentrums La Vita in Goldach hat deswegen entschieden, dass Pflegebedürftige einziehen können. Der entsprechende Antrag wurde vom Gemeinderat gutgeheissen. Laut Gemeindepräsident Dominik Gemperli wurde dem Anliegen zugestimmt, um den betrieblichen Nutzen des gemeindeeigenen Zentrums zu optimieren. «Die Lebenswirklichkeit hat sich verändert. Mit der Änderung soll diesem Umstand Rechnung getragen werden», so Gemperli.

Pflegebedürftige Senioren mussten bis anhin abgewiesen werden und mussten ins Pflegezentrum Pelago in Rorschacherberg eintreten. Das Zentrum wird von einem Zweckverband getragen. Diesem gehören die Gemeinden Rorschach, Rorschacherberg, Untereggen und Goldach an. Trotz der beantragten Änderung stehe ein Austritt Goldachs aus dem Zweckverband nicht zur Diskussion, sagt Gemperli. «Diese Frage stellt sich überhaupt nicht. Schon nur deswegen nicht, weil im La Vita Menschen mit Demenzerkrankungen nicht betreut werden können», erklärt er.

Kein Zusammenhang mit Sanierungskosten

Dass man sich aufgrund der ­Änderung des Reglements erhoffe, die Mehrkosten für die Erweiterung und die Sanierung des Zentrums von 2,6 Millionen Franken gutzumachen (Ausgabe 3. Oktober), sei ebenfalls kein Grund gewesen für die Gutheissung des Antrags. «Das La Vita ist momentan ohnehin voll ausgelastet. Und die Idee stammt nicht vom Gemeinderat, sondern von der Betriebskommission des Zentrums. Die Änderung ist wirklich nur dafür da, um sich an die heutigen Gegebenheiten anzupassen», versichert Gemperli. Zudem gleiche sich das Seniorenzentrum damit an die Praxis von Heimen umliegender Gemeinden an.

Die beantragte Änderung des Betriebsreglements untersteht dem fakultativen Referendum. Die 40-tägige Frist läuft seit gestern Mittwoch. (arc)

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