GOLDACH: Ein filmreifes Festival

Die Melodia Goldach hat am Wochenende ihr Publikum in der Wartegghalle mit der Unterhaltungsshow «Cinémagic II» begeistert. Es ist die letzte Show unter der Leitung von Daniel Zeiter, der nach zehn Jahren den Taktstock abgibt.

Linda Müntener
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In der Unterhaltungsshow «Cinémagic II» hat die Melodia Goldach Musik aus Filmen, wie hier aus Herr der Ringe, zum Besten gegeben. (Bild: Linda Müntener)

In der Unterhaltungsshow «Cinémagic II» hat die Melodia Goldach Musik aus Filmen, wie hier aus Herr der Ringe, zum Besten gegeben. (Bild: Linda Müntener)

GOLDACH. Weisse Sterne auf dem Asphalt weisen den Weg zur Wartegghalle. Der «Walk of Fame» ist nur ein Teil der imposanten Kulisse, welche die Melodia für ihre Unterhaltungsshow «Cinémagic II» geschaffen hat. Am Freitag und Samstag hat sie in die Wartegghalle Goldach zur Abendunterhaltung im Zeichen der Filmmusik geladen. Damit will die Formation an ihre wohl erfolgreichste Show «Cinémagic» aus dem Jahr 2009 anknüpfen. Die 1140 Plätze waren innert kürzester Zeit ausverkauft – und die Erwartungen der Zuschauer hoch.

Hohes Niveau bewiesen

Diese Erwartungen hat die Melodia mehr als erfüllt. Mit Hits aus Filmen wie «Indiana Jones», «Mission: Impossible» oder «Die Maske des Zorro» stellt die Formation unter der musikalischen Leitung von Daniel Zeiter einmal mehr ihr hohes Niveau unter Beweis. Die musikalische Palette ist breit. Sanfte Töne aus den Disneyfilmen «Aladin» und «Frozen» gibt die Melodia genauso souverän zum besten wie die wuchtige Titelmusik des Films «Back to the Future». Auf Grossleinwand laufen im Hintergrund perfekt auf die Musik abgestimmte Filmausschnitte. Eine effektvolle Kombination. Abgerundet wird die Filmfestival-Kulisse durch Ex-Miss-Ostschweiz Patricia Rimle, die mit ihrer erfrischenden Art durchs Programm führt.

Musikalische Unterstützung

Wie bereits im Jahr 2009 wird die Melodia von Streichern des Kammerorchesters Goldach und des Sinfonischen Orchesters Arbon begleitet. Die weichen Klänge der Streichinstrumente sind eine Bereicherung. Auch der Chor unter der Leitung von Ursula Oelke, der eigens für die Unterhaltungsshow ins Leben gerufen wurde, harmoniert mit dem Orchester. Die Melodia hält aber noch mehr Trümpfe bereit – ihre Sängerinnen und Sänger. Deren Auftritte sind zweifelsohne die Höhepunkte des Abends: Wenn die stimmgewaltige Brigitte Oelke mit der Filmmusik von «Pearl Harbor» alle in ihren Bann zieht. Wenn es bei Thomas Straumanns swingender Interpretation von «Footloose» niemanden auf seinem Stuhl hält. Wenn Manuela Gerosa mit Tina Turners «Golden Eye» aus «James Bond» der Wartegghalle Glamour verleiht. Oder wenn Eliane Rüthemann mit ihrer gefühlvollen Darbietung von «Gabriellas Song» aus «As It is in Heaven» beim Publikum Gänsehaut auslöst.

Abschied von Daniel Zeiter

Die Auftritte der Sängerinnen und Sänger sind auch eine Hommage an den Melodia-Dirigenten Daniel Zeiter. Denn sie alle standen während der «Ära Zeiter» bereits gemeinsam mit ihm und der Melodia auf der Bühne. Diese Ära geht nun zu Ende. Im kommenden Sommer tritt Daniel Zeiter zurück und gibt den Taktstock weiter. Zehn Jahre hat sich der Dirigent mit viel Herzblut für die Melodia eingesetzt, hat die Musikanten gefördert, sie an seiner Begeisterung für die Musik teilhaben lassen und zahlreiche erfolgreiche Konzerte mit ihnen bestritten. Dafür danken ihm die Melodia-Mitglieder zum Schluss der Unterhaltungsshow in kurzen persönlichen Ansprachen, was Daniel Zeiter sichtlich rührt. «Ich bin gerade zum erstenmal in meinem Leben sprachlos», sagt er, dem stehende Ovationen zuteil werden. Ihm widmet die Melodia denn auch das letzte Stück des Freitagabends – «A Star Is Born» aus dem Disneyfilm «Herkules».