GOLDACH: Den Wald gemeinsam pflegen

Bäume fällen, Holz hacken, Pflanzen pflegen: Am Samstag hat der Forstwerkhof Witen seine Türen geöffnet. Eingeladen waren auch Privatwaldeigentümer. Das Ziel: die Leute für den Wald und dessen Pflege sensibilisieren.

Linda Müntener
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Revierförsterin Corina Stolz gibt Tipps für die Waldpflege. (Bild: lim)

Revierförsterin Corina Stolz gibt Tipps für die Waldpflege. (Bild: lim)

Er ist Erholungsort, Luftfilter, Holzlieferant und Lebensraum: der Wald. «An den Wald werden viele verschiedene Ansprüche gestellt», sagt Hans Hug, Waldrat der Waldregion 1. All diesen Ansprüchen gerecht zu werden, sei nicht immer einfach. Um die Leute für den Wald und dessen Pflege zu sensibilisieren, hat der Forstwerkhof Witen in Goldach am Samstag zum Tag der offenen Tür eingeladen.

Ob Bäume fällen oder Holz hacken: Die Besucher hatten an diesem Tag die Möglichkeit, den Mitarbeitern des Forstwerkhofs über die Schultern zu schauen. Die beiden Revierförster Corina Stolz und Benjamin Gautschi haben zudem Privatwaldeigentümer durch den Wald geführt. Sie haben die Eigenheiten verschiedener Baumarten erklärt, Ratschläge zur Waldpflege gegeben und Fragen beantwortet. Und sie haben eines ihrer Ziele vorgestellt: den gemeinschaftlichen Holzschlag fördern. Benjamin Gautschi hat am Beispiel des Dorneggwäldchens in Tübach aufgezeigt, wie sich sieben Waldeigentümer zusammengetan hatten. Und damit zehn LKW voll Holz verkaufen konnten. Der gemeinschaftliche Holzschlag bringe vor allem für Waldbesitzer mit kleineren Parzellen Vorteile mit sich, sagt Gautschi. Er sei nicht nur effizienter und spare Zeit. «Auch für den Händler sind grössere Mengen an Holz interessanter.»

Die Forstreviere Rorschach und Sitter wurden 2016 zum Forstrevier Rorschach-Sitter zusammengelegt. Die Zusammenarbeit funktioniere sehr gut, sagt Regionalförster Raphael Lüchinger. Das Revier umfasst die Gemeinden Wittenbach, Häggenschwil, Muolen, Berg, Eggersriet, Mörschwil, Steinach, Tübach, Goldach, Rorschach, Rorschacherberg und Untereggen sowie die Staatswaldungen rund um St. Gallen. Die Waldfläche beträgt rund 1500 Hektaren.

Linda Müntener

linda.muentener@tagblatt.ch