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GLOSSE: Deshalb schwebte ein Ballon haarscharf über die Gossauer Dächer

Ein Heissluftballon, der haarscharf über die Gossauer Dächerlandschaft hinwegschwebt, erregte am Mittwoch die Aufmerksamkeit einer Leserreporterin. Im Korb befand sich niemand geringerer als Europameister Stefan Zeberli, schreibt Noemi Heule in einer Glosse.
Nach langem Auf und Ab, nahe an den Häusern, landet der Ballon mitten in einem Gossauer Wohnquartier. (Bild: Claudine Germann)

Nach langem Auf und Ab, nahe an den Häusern, landet der Ballon mitten in einem Gossauer Wohnquartier. (Bild: Claudine Germann)

Merkwürdig, dachte sich eine «Tagblatt»-Leserin, als sie am Mittwoch, 16 Uhr, über dem verschneiten Gossau die Flugbahn eines Heissluftballons bemerkte. Statt in luftiger Höhe schwebte der Ballon haarscharf über die Gossauer Dächerlandschaft hinweg. Flugs packte die Leserreporterin die Kamera und versuchte die Luftfahrt auf dem Landweg zu verfolgen. Ein schwieriges Unterfangen. Dennoch gelang es ihr, einige Höhe- und Tiefpunkte der flatterhaften Fahrt festzu­halten.


Einmal kurvt der bunte Ballon dicht über dem Gossauer Bahnhof, dann scheint er geradezu den benachbarten Nafag-Turm anzupeilen oder er bläst sich hinter einer Häuserzeile auf. Handelte es sich tatsächlich um einen Piloten im Sink- oder gar Sturzflug? Oder einfach um einen findigen Blumenladen aus Kradolf, der in letzter Minute um kurzentschlossene Gossauer Rosenkavaliere warb? Schliesslich war am Mittwoch Valentinstag und mit Werbung in luftiger Höhe, ja, damit kann man sich wahrlich von der Konkurrenz abheben.

Der Europameister und sein Lehrling

Die Antwort lautet: Weder noch! Merkwürdig war der Tiefflug trotzdem. Schliesslich befand sich niemand geringerer als der Andwiler Stefan Zeberli im Korb. Ein Profi, der ansonsten eher mit Höhenflügen von sich Reden macht. War der vierfache Europa- und sechsfache Schweizermeister an diesem Tag einfach nicht ganz auf der Höhe? Mitnichten! Denn Zeberli war nicht alleine an Bord. Mit von der Partie im kleinsten Ballon der Zeberli-Flotte: Ein Lernfahrer auf seiner allerersten Ausfahrt.


Das Auf und Ab über Gossau denn auch kein Notfall, sondern eine Übung. Bei idealem Ballonwetter führten Zeberli und sein Zögling diverse Zwischenlandungen aus – und das mitten in der Stadt. Übung macht den Meister – und so endete die Jungfernfahrt bereits mit einer Punktlandung, wie Zeberli sagt. Nach rund zwei Stunden landeten Lehrer und Schüler sicher auf dem Boden, nur zehn Meter von ihrem Startpunkt entfernt.

Noemi Heule

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