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GLOCKEN: Klänge für die Ewigkeit

Die Initianten des Glockenkonzerts «Zusammenklang» haben am Samstag das Buch zum Projekt präsentiert. An der Vernissage wurde auch ein neues Stück aufgeführt.
Luca Ghiselli
Glöckner im Einsatz: Karl Schimke (links) lässt gemeinsam mit Helfern die Glocken in der Dreifaltigkeitskirche erklingen. (Bild: Hanspeter Schiess)

Glöckner im Einsatz: Karl Schimke (links) lässt gemeinsam mit Helfern die Glocken in der Dreifaltigkeitskirche erklingen. (Bild: Hanspeter Schiess)

Der Lampenschirm hoch oben an der Decke schwingt im Wind hin und her. Eine Bise pfeift durch die gutbesuchte Glockentube der Dreifaltigkeitskirche im Heiligkreuz. So voll war die Stube wohl noch nie wie an diesem Samstagabend, denn weit über 100 Interessierte sind der Einladung der «Zusammenklang»-Initianten gefolgt. Wer den Raum über die steile Treppe erreicht, bekommt Ohrpfropfen in die Hand gedrückt. Es findet nämlich die lauteste Buchvernissage des Jahres statt: Das gleichnamige Buch zum Konzertprojekt «Zusammenklang» wird vorgestellt.

Im August 2016 fand das grosse Glockenkonzert statt, das während 38 Minuten 118 Glocken in der Stadt koordiniert zum Klingen brachte. Stadtpräsident Thomas Scheitlin sprach in seinem Grusswort von einem «einzigartigen Projekt», das Tradition und Technologie miteinander verbunden habe. «Das verkörpert die Stadt St. Gallen und ihr Innovationspotenzial», sagte Scheitlin. Die Initianten von «Zusammenklang» hätten dank ihrer Begeisterung verborgene Schätze zutage geführt. «Und wir werden mit Sicherheit noch einiges von ihnen hören», sagte Scheitlin.

Detailliertes Inventar mit 29 Kirchtürmen

Das Buch umfasst neben der Begleitung des Entstehungsprozesses des Glockenkonzerts – von der Vision bis zur Umsetzung – auch ein umfassendes Glockeninventar. Angefertigt wurde es von 2003 bis 2005 vom Glockenexperten Hans Jürg Gnehm. Darin erfasst sind alle Glocken in den 29 Kirchtürmen der Stadt, inklusive deren Schlag-, Haupt- und Nebentöne sowie deren Inschriften und Beschaffenheiten. «Mit dem Buch halten wir den Hauch von Ewigkeit, der die Glocken umgibt, fest», sagte Gnehm und demonstrierte im Anschluss sogleich die verschiedenen Töne der grossen Glocke in der Dreifaltigkeitskirche.

Karl Schimke, der gemeinsam mit Natalija Marchenkova das Glockenkonzert komponiert und realisiert hat, zeigte sich überglücklich über die Erscheinung des Buchs. «Es ist der Schlusspunkt dieses einmaligen Projekts und gleichzeitig der Beginn von etwas Neuem.» Das Buch nehme den Leser mit auf eine Entdeckungsreise durch die Fülle an Glocken in allen Formen und Tönen der Stadt. Er sei froh, dass «Zusammenklang» mit dem Buch auch einen «Nachklang» erhalte.

Fünf Glocken ertönen gleichzeitig

Zum Abschluss der Vernissage erklangen dann noch alle fünf Glocken der Dreifaltigkeitskirche. Karl Schimke und Simon Netzle, die das Buch gemeinsam herausgegeben haben, legten dabei gleich selbst Hand an. Sie spielten ein Stück von Felix Falkner, das eigens für den Anlass geschrieben wurde. Das Buch «Zusammenklang» ist in allen Buchhandlungen sowie im Internet unter www.vgs-sg.ch erhältlich.

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