Gleitversuche auf dünnen Brettern

Langlaufskier und Stöcke aller Grössen liegen herum. Etwa 40 Personen stehen warm eingepackt und in Skimontur in Reih und Glied daneben und schwatzen durcheinander. Einer nach dem anderen wird mit passenden Skiern und Stöcken ausgerüstet.

Olivia Fankhauser
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Mack Koop demonstriert der Skating-Gruppe die Bewegungen. (Bild: Ralph Ribi)

Mack Koop demonstriert der Skating-Gruppe die Bewegungen. (Bild: Ralph Ribi)

Langlaufskier und Stöcke aller Grössen liegen herum. Etwa 40 Personen stehen warm eingepackt und in Skimontur in Reih und Glied daneben und schwatzen durcheinander. Einer nach dem anderen wird mit passenden Skiern und Stöcken ausgerüstet. Unschlüssig begeben sich die Ersten mit dem Sportgerät unter dem Arm auf die Loipe. Und schon taucht das erste Problem auf: Wie befestigt man die Schuhe auf den dünnen Latten? Helfer in grüner Montur stehen bereit und lösen das Problemchen schnell.

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Am Mittwochabend hat der erste Langlauf-Schnupperkurs auf der neuen Loipe der Kreuzbleiche stattgefunden. Die Teilnehmer wurden vor Ort vom Sportgeschäft Jäckli & Seitz ausgerüstet. Der Kurs war in zwei Gruppen unterteilt: die klassische und die Skating-Variante. Mack Koop und Annamaria Weber von der Langlaufschule St. Gallen haben den Anfängern vom Aufstehen bis zur Körperhaltung möglichst alles gezeigt, um gleichmässig über den Schnee gleiten zu können.

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Dieses Jahr ist verstärkt auch der Wintersport auf der Kreuzbleiche vertreten: Es gibt eine 1,2 Kilometer lange Loipe. Laut Roman Bottlang vom Sportamt hätte es die Spur letztes Jahr schon geben sollen. Hätte – es lag im letzten Winter bloss kein Schnee. Generell war es bis jetzt im Winter immer eher ruhig auf der Kreuzbleiche. Die von 2003 bis 2005 provisorisch installierte Kunsteisbahn stiess auf Begeisterung und wird von den damaligen Besuchern heute noch vermisst. Im Gegensatz zum Winter herrscht im Sommer reger Betrieb auf der Kreuzbleiche. Die Sportanlage ist ein beliebter Treffpunkt für Fussballer, Basketballspieler, Spaziergänger und Jogger. Wobei Letztere auch bei tiefen winterlichen Temperaturen anzutreffen sind.

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Aufgeregt schauen die Teilnehmer dem Schnupperkurs entgegen. Die Mehrheit steht das erste Mal auf den dünnen Brettern. Schon vor Kursbeginn ist schnell klar, wer Talent hat und wer eher nicht. So sitzen die ersten Furchtlosen schon nach fünf Minuten auf dem Hosenboden. Entmutigen lassen sie sich dadurch keineswegs, auch wenn das Aufstehen schwieriger ist als gedacht.

Nach fünf Minuten hört man schon die ersten maulen: «Da isch scho no streng!» Wenn man richtig langläuft, benötigt man laut Langlauflehrer Mack Koop fast alle verschiedenen Muskelgruppen. Am Ende der Stunde gleiten die Anfänger schon ziemlich geschickt über die Piste. Spass gemacht hat es dem Anschein nach allen Anwesenden. Auch die Lehrer Koop und Weber sind begeistert und beenden den Kurs lobend: «Ihr seid wahre Naturtalente!»

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