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GLEICHSTELLUNG: Stadtrat will Charta prüfen

Bis jetzt hat der Stadtrat gezögert. Doch nun will er einen Beitritt zur Charta für Lohngleichheit prüfen.

Der Stadtrat steht der Prüfung eines Beitritts zur Charta für Lohngleichheit im öffentlichen Sektor grundsätzlich positiv gegenüber. Dies schreibt er in seiner Antwort auf eine Interpellation der SP/Juso/PFG-Fraktion, die von 30 Mitgliedern des Stadtparlaments unterzeichnet worden ist. Diese wollten vom Stadtrat wissen, weshalb die Stadt St. Gallen der freiwilligen Charta noch nicht beigetreten ist.

«Kein unmittelbarer Handlungsbedarf»

Bis jetzt haben der Bund, 12 Kantone und 24 Gemeinden die Charta unterzeichnet, die Bundesrat Alain Berset vor einem Jahr lanciert hat. Die unterzeichnenden Behörden bekräftigen damit ihre Entschlossenheit, die Lohngleichheit von Mann und Frau regelmässig zu überprüfen, sowohl innerhalb der Verwaltung als auch bei den Unternehmen, die von der öffentlichen Hand Aufträge oder Subventionen erhalten.

Der St. Galler Stadtrat schliesst einen Betritt zwar nicht aus. Die Vorbildfunktion der öffentlichen Hand sei unbestritten, schreibt er. Bis jetzt hatte er in Bezug auf einen Charta-Beitritt dennoch eine zögerliche Haltung eingenommen. Er erklärt diese damit, dass er bisher keinen unmittelbaren Handlungsbedarf gesehen habe. Die in der Charta formulierten Anliegen der Lohngleichheit würden in der Stadt St. Gallen mehrheitlich gelebt. So sei in zwei Reglementen festgehalten, dass für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeitgemässe, faire und chancengleiche Arbeitsbedingungen gelten müssten. Zudem werde das städtische Lohngefüge jährlich überprüft.

Eine zusätzliche jährliche Überprüfung der Lohnstruktur sei mit Aufwand verbunden, schreibt der Stadtrat. Zudem erachtet er die Überprüfung der Lohngleichheit im öffentlichen Beschaffungs- und Subventionswesen durch die Einführung von Kontrollmechanismen als schwierig und aufwendig. «Eine wirksame Kontrolle ist kaum realisierbar», heisst es weiter. Der damit verbundene Aufwand sei wohl ein Grund für die eher zögerliche Mitwirkung von Kantonen und Gemeinden bei der Charta.

Aufwand und Nutzen sollen geprüft werden

Nichtsdestotrotz will der Stadtrat nun einen Beitritt prüfen. In einem ersten Schritt will er Aufwand und Nutzen analysieren. «Stehen die jährlichen Aufwände in vertretbarem Verhältnis zum effektiven Nutzen, sieht der Stadtrat in einem zweiten Schritt den Beitritt zur Charta Lohngleichheit im öffentlichen Sektor vor», schreibt er. Zu verwirklichen wäre dieser bis spätestens Mitte 2018. (cw)

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