Gleicher Lohn für Mann und Frau

Die SP/Juso/PFG-Fraktion setzt sich für Lohngleichheit im öffentlichen Sektor ein. In einer schriftlichen Interpellation fordern sie den Beitritt zur Charta Lohngleichheit.

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Der Bund hat es vorgemacht: Er hat eine Charta ausgearbeitet, die den öffentlichen Sektor auffordert, seine Kompetenzen und seine Partnerschaften für die Lohngleichheit der Geschlechter zu nutzen. Mit anderen Worten: Männer wie Frauen bei gleicher Position und gleicher Erfahrung auch gleich zu entlöhnen. Die SP/Juso/PFG-Fraktion will auch die Stadt St. Gallen dazu bewegen, der Charta Lohngleichheit beizutreten. Mittels einer schriftlichen Interpellation macht die linke Fraktion auf die Charta aufmerksam.

Die Gleichstellung von Frau und Mann sei ein Grundprinzip der Bundesverfassung und ein Grundwert der schweizerischen Gesellschaft, heisst es in der Interpellation. Dem öffentlichen Sektor komme in der Förderung der beruflichen Gleichstellung eine Vorbildfunktion zu.

Um dieser Vorbildfunktion Nachdruck zu verleihen, habe der Bundesrat die Charta zur Lohngleichheit im öffentlichen Sektor lanciert. Diese Charta bekräftige die Entschlossen- heit, den verfassungsmässigen Grundsatz des gleichen Lohns für gleichwertige Arbeit umzusetzen. Sie manifestiere zudem den Willen, sich als Arbeitgebende, bei Ausschreibungen im öffentlichen Beschaffungswesen oder als Subventionsorgane für die Lohngleichheit einzusetzen, heisst es in der Interpellation weiter.

Wieso ist die Stadt bis heute nicht beigetreten?

Gestützt auf diese Charta, setzen sich die unterzeichnenden Parlamentarier für eine Sensibilisierung für das Bundesgesetz über die Gleichstellung von Frau und Mann ein. Daher stellen sie dem Stadtrat die Frage, weshalb die Stadt bis heute der Charta nicht beigetreten ist und wie sie zu einem solchen Beitritt stehe und deren Ziele in der Verwaltung, in den der öffentlichen Hand nahestehenden Körperschaften und im öffentlichen Beschaffungs- und Subventionswesen umzusetzen. Auch will die Fraktion vom Stadtrat wissen, ob er bereit sei, einen Umsetzungsplan für die nächsten drei Jahre vorzulegen, um die in der Charta dargelegten Zielsetzungen zu verwirklichen. Oder ob ihm ein anderer Zeitplan vorschwebe.

Und zu guter Letzt stellen die Unterzeichnenden dem Stadtrat auch die Frage, ob er willens sei, dem Parlament über die erzielten Fortschritte bei der Umsetzung der Charta in drei Jahren Bericht zu erstatten. (rsp)