Gleichbleibende Gebühren trotz Erweiterung

ALTENRHEIN. Präsident Robert Raths und Geschäftsführer Christoph Egli orientierten die Delegierten der 13 Verbandsgemeinden des Abwasserverbands Altenrhein kürzlich über den Geschäftsgang. Die Kläranlage Altenrhein läuft stabil.

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ALTENRHEIN. Präsident Robert Raths und Geschäftsführer Christoph Egli orientierten die Delegierten der 13 Verbandsgemeinden des Abwasserverbands Altenrhein kürzlich über den Geschäftsgang. Die Kläranlage Altenrhein läuft stabil. Die Energieeffizienzmassnahmen wie etwa der Einbau eines wirksameren Blockheizkraftwerks tragen ebenso zu einer Verbesserung der energetischen Leistung bei wie die moderne Dekanteranlage zur Entwässerung des Flüssigschlamms. Egli orientierte darüber, dass weitere Massnahmen in Angriff genommen werden.

Faulanlage wird erweitert

Die Faulanlage dient der Ausfaulung der eigenen Schlämme. Die über 20 Jahre alte Anlage wird im Sinn der Energiestrategie 2020 auch für weitere Zwecke wie der Entsorgung von organischen Abfällen genutzt. Das vorgestellte Sanierungs- und Erweiterungsprojekt beinhaltet die Erneuerung der Wärmetauscherelemente und der Rohrinstallationen. Dadurch wird eine höhere betriebliche Flexibilität erreicht. Um die Gasausbeute zu erhöhen, werden zusätzliche Anlageteile nachgerüstet. Dank der Investition von 8,28 Mio. Franken wird die Anlage wieder für eine Nutzungsdauer von rund 25 Jahren auf den Stand der Technik gebracht, deren Einsatzmöglichkeiten ausgeweitet und die betriebliche Nutzung flexibilisiert. Mit angestrebt wird eine höhere Klärgasausbeute.

Keine Mehrkosten

Der Bund erhebt ab 2016 bei den Kläranlagenbetreibern eine neue Abwasserabgabe in der Höhe von neun Franken je angeschlossenem Einwohner. Bei derzeit knapp 55 000 Personen im Einzugsgebiet der ARA Altenrhein ergibt sich eine Belastung von etwa einer halben Million Franken. Dieser Betrag muss jährlich in einen Fonds auf Bundesebene einbezahlt werden. Mit dem Geld werden jene Investitionen mitfinanziert, welche die Betreiber für Massnahmen zur Reduktion von Spurenstoffen und Mikroverunreinigungen tätigen. Eine Kläranlage wird von der Leistung der Abgabe befreit, sobald sie ihren Betrieb um eine Reinigungsstufe zum Abbau der Mikroverunreinigungen erweitert hat. Die Verantwortlichen in Altenrhein haben sich für eine rasche Realisierung entschieden. Das Bauprojekt liegt per Ende Jahr vor, so dass die Inbetriebnahme im Herbst 2018 realistisch ist. Damit sind die Abgaben zwischen 2016 und 2018 zu leisten. Der Gesetzgeber empfiehlt, die Abgabe an die Einwohner zu überwälzen. Gemäss Entscheid des Verwaltungsrats verzichtet der AVA darauf und wird dies selbst tragen. (pd/lim)