Glasfasernetz für das Dorf

Im Vorfeld der kommunalen Abstimmung veranstaltete die St. Margrether Gemeinde eine Bürgerinformation. Im Mittelpunkt stand die geplante Realisierung des Glasfasernetzes.

Seraina Hess
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Gemeindepräsident Reto Friedauer und Experte Paolo Sebben stellen das Glasfaser-Projekt vor. (Bild: Seraina Hess)

Gemeindepräsident Reto Friedauer und Experte Paolo Sebben stellen das Glasfaser-Projekt vor. (Bild: Seraina Hess)

ST. MARGRETHEN. Über zwei kommunale Vorlagen stimmt die St. Margrether Bevölkerung am 3. März ab: Die Werkleitungserneuerung und Strassensanierung der Kirchstrasse und die Verwirklichung eines Glasfasernetzes innerhalb der Gemeinde. Vor allem letztere stiess an der Bürgerinformation vom Dienstag auf Interesse.

«Aorta der Gemeinde»

Gemeindepräsident Reto Friedauer nennt es «die Aorta der Gemeinde»: Das Glasfasernetz, das errichtet werden soll. Geplant ist in einem ersten Schritt ein Grundversorgungs-Netz, das alle Transformer-Stationen und öffentlichen Gebäude in St. Margrethen miteinander verbindet.

Das Glasfasernetz dient in erster Linie dazu, die Stabilität im Stromnetz zu gewährleisten. Viele private alternative Stromquellen wie beispielsweise Solaranlagen bringen ein Ungleichgewicht ins Stromnetz, da allfälliger überschüssiger Strom eingespeist wird. Somit müssen konventionelle Kraftwerke, die das Dorf mit Strom versorgen, reguliert werden. Diese Regulierung wird dank der schnellen Datenübermittlung des Glasfasernetzes kein Problem mehr sein.

Zudem besteht die Möglichkeit, durch das Glasfasernetz in einem späteren Stadium Privathaushalte mit blitzschnellen Internet-Verbindungen auszurüsten. «Gerade in der heutigen Kommunikations-Gesellschaft wird das schon bald ein Thema sein, das uns beschäftigen wird», sagte Reto Friedauer im Rahmen der Veranstaltung.

Das Drei-Millionen-Projekt belastet die steuerfinanzierte Haushaltskasse der Gemeinde nicht. Die Kosten werden von der Elektrizitätsversorgung getragen und über die nächsten zwanzig Jahre finanziert.

Sanierung eilt

Ebenfalls Thema war die Sanierung sämtlicher Werkleitungen der Kirchstrasse. Die erste Etappe wurde 2011 von der Bevölkerung mit 82,3 Prozent angenommen und im vergangenen Jahr umgesetzt. Die Etappen zwei und drei, die 2013 und 2014 realisiert werden sollen, betreffen den Abschnitt Gassstrasse bis Schutzmühlestrasse.

Das Projekt eilt, da die ohnehin schon zu enge Kanalisation der Kirchstrasse undicht ist.