Glanzlichter der Kunst

Im Unesco-Jahr des Lichts präsentiert auch das Kunstmuseum Ausstellungen zum Thema. Ausserdem werden Werke von Andreas Schulze, Beni Bischof oder Phyllida Barlow gezeigt.

Kathrin Reimann
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Dieses Bild ohne Titel des deutschen Malers Andreas Schulze aus dem Jahre 2002 ist ab dem 7. März in St. Gallen ausgestellt. (Bild: Kunstmuseum St. Gallen)

Dieses Bild ohne Titel des deutschen Malers Andreas Schulze aus dem Jahre 2002 ist ab dem 7. März in St. Gallen ausgestellt. (Bild: Kunstmuseum St. Gallen)

Für Roland Wäspe, Direktor des Kunstmuseums St. Gallen, steckt das Jahresprogramm 2015 voller Lichtblicke. Dazu zählt für ihn insbesondere die Ausstellung des deutschen Malers Andreas Schulze. Diese wird vom 7. März bis zum 17. Mai im Kunstmuseum gezeigt. «Schulze war seit 20 Jahren nicht mehr in einer Einzelausstellung in der Schweiz zu sehen», sagt Wäspe. Diese Ausstellung habe nur dank Kooperationen mit dem Kunstmuseum Bonn sowie der Villa Merkel in Esslingen realisiert werden können.

Eine Künstlerin, die explodiert

Mit dem französischen Lichtkünstler Michel Verjux und der Sammlungsausstellung «Let there be light» werden in St. Gallen ausserdem zwei Ausstellungen zum Thema Licht, eine monographische Präsentation eines Lichtkünstlers und eine Ausstellung zur Geschichte des Lichts gezeigt. «Weitere Glanzlichter unseres Programms sind zudem die Videoinstallationen des irischen Medienkünstlers Gerard Byrne und die Werke der bedeutendsten Bildhauerin der Gegenwart, Phyllida Barlow», sagt Wäspe. Letztere sei regelrecht explodiert, seitdem sie ihren Job als Professorin für Bildende Kunst in London an den Nagel gehängt habe. «Ausserdem sind ihre Arbeiten lustig und souverän.» Phyllida Barlows Werke sind vom 22. August bis 8. November in der Lokremise zu sehen. Gerard Byrnes Installationen werden vom 6. Juni bis zum 13. September im Kunstmuseum gezeigt. Die witzigen und absurden Werke des Manor-Kunstpreisträgers Beni Bischof sind vom 14. Februar bis zum 21. Juni im Kunstmuseum ausgestellt. Damit wird Bischof die erste Einzelausstellung in einem Museum ermöglicht. Mit Annaïk Lou Pitteloud zeigt das Kunstmuseum vom 7. November bis zum 28. Februar 2016 die erste Einzelausstellung der Künstlerin in der Deutschschweiz. Die junge Frau fällt mit radikal reduzierten Arbeiten, wie etwa einer SIM-Karte unter einer Plexiglashaube, auf.

Einblick in Schenkungen

Die Ausstellung «Das St. Galler Altmeisterwunder», welche vom 26. September bis 22. November gezeigt wird, gibt zudem einen nie dagewesenen Einblick in die Museumsschenkungen der vergangenen Jahre. Dazu zählen Werke der bedeutendsten Meister der Kunstgeschichte, die das Museum von grosszügigen Mäzenen aus privaten Schätzen anvertraut bekommen hat. Dazu zählen Werke von Martin Schongauer, Albrecht Dürer, Pieter Bruegel, Federico Barocci, Carlos Maratta und Rembrandt van Rijn. «Wir hoffen nun, dass bei diesem Jahresprogramm nicht nur das Licht, sondern auch das Publikum unsere Räume fluten wird», sagt Roland Wäspe. Das gesamte Jahresprogramm ist zu finden unter:

www.kunstmuseumsg.ch