Gibt es Alternativen?

Vorstoss Vom Entscheid des Stadtrats, das Marktstübli aufzugeben, fühlen sich auch Gossauer Politiker überrumpelt. Zumindest zeigt sich die Flig «sehr erstaunt» über die Umnutzung des Marktstüblis. Das Bedauern der Partei kommt in einem Vorstoss von Alfred Zahner zum Vorschein.

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Vorstoss Vom Entscheid des Stadtrats, das Marktstübli aufzugeben, fühlen sich auch Gossauer Politiker überrumpelt. Zumindest zeigt sich die Flig «sehr erstaunt» über die Umnutzung des Marktstüblis. Das Bedauern der Partei kommt in einem Vorstoss von Alfred Zahner zum Vorschein. Er richtet in einer Interpellation sechs Fragen an den Stadtrat.

Die Flig nehme den «Untergang» des Marktstüblis nicht einfach so hin, heisst es im Schreiben. Zahner geht auch davon aus, dass die Sache noch nicht gegessen ist und fragt: «Hat der Stadtrat bereits Verträge unterschrieben?» Der Präsident der Flig will zudem wissen, ob der Stadtrat einen Plan B im Köcher habe, falls in der Budgetsitzung der Antrag zur Umnutzung abgelehnt würde. Auch stellt Zahner die Frage, die wohl vielen Vereinsmitgliedern unter den Nägeln brennt: «Welche Alternativen kann der Stadtrat den Vereinen anbieten, falls der Entscheid nicht rückgängig gemacht wird?»

Für Büros auch andere Standorte möglich

Seine Partei habe Verständnis für den Wunsch des Sozialberatungszentrums, seine Organisation zu vereinfachen, schreibt Zahner. Gleichwohl sei man davon überzeugt, dass diese Vereinfachung nicht nur an einen Ort gebunden ist. Mögliche Standorte für die Büroräume sieht Zahner an der Ringstrasse oder im «Perron 3». Beide Orte lägen ja nur wenige hundert Meter vom «Alten Gemeindehaus» entfernt.

Der Stadtrat habe mit seinem Vorgehen nicht «gerade viel Feingefühl gegenüber Gossauer Vereinen» gezeigt. Zahner fragt sich, weshalb der Stadtrat den Entscheid ohne vorherige Konsultationen von Parteien und Nutzern gefällt hat. Zudem will er vom Stadtrat wissen, was aus seiner Sicht die Gründe sind für die geringe Nutzung des Marktstüblis und weshalb er sich verpflichtet fühle, das für das Vereinsleben von Gossau bedeutende Marktstübli zu opfern. (ses)