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GEWINN: Auch Rorschachs Rechnung glänzt

Hoher Ertragsüberschuss, trotzdem keine Steuersenkung: Die Rechnung 2017 der Stadt schliesst mit 1,6 Millionen Franken Gewinn – 2,5 Millionen besser als erwartet. Der Steuerfuss soll 2018 bei 146 Pozent bleiben.
Fritz Bichsel
Schulpräsident Guido Etterlin und Stadtpräsident Thomas Müller präsentieren die Rechnung. (Bild: Fritz Bichsel)

Schulpräsident Guido Etterlin und Stadtpräsident Thomas Müller präsentieren die Rechnung. (Bild: Fritz Bichsel)

Fritz Bichsel

redaktionot

@tagblatt.ch

Rorschach hat im vergangenen Jahr 68 Millionen Franken eingenommen und 66,4 Millionen ausgegeben oder abgeschrieben. Das sind rund 900000 Franken mehr Ertrag und 1,6 Millionen weniger Aufwand als budgetiert. So kann der Stadtrat den Bürgern die Rechnung mit Gewinn statt des erwarteten Defizits von einer Million Franken vorlegen.

Tiefere Einnahmen und höhere Ausgaben je Einwohner: Diese Situation im Vergleich mit den meisten anderen Gemeinden der Region änderte sich grundsätzlich nicht. Sie entspannte sich aber etwas, weil in Rorschach mehr Steuern von Unternehmen eingingen, die Kosten für Sozialhilfe nach Anstieg während mehrerer Jahre nun leicht tiefer waren und der Kanton im Sozialbereich mehr Ausgleich zahlt an stark belastete Gemeinden.

Stadt rechnet bald mit mehr Steuerzahlern

Bei den Einnahmen blieben die Steuern auf Einkommen und Vermögen 900000 Franken unter den Erwartungen. Hier spiegelt sich unter anderem, dass die Einwohnerzahl 2017 nicht mehr anstieg. Der Stadtrat rechnet aber bald wieder mit Zuwachs, weil viele Wohnungen im Bau sind. Dieses Minus wurde ausgeglichen und etwas übertroffen durch zusätzliche Steuereinnahmen der Gemeinde, zum Beispiel von Grenzgängern oder aus dem Liegenschaftenhandel. Zudem ist der Anteil der Stadt an den Steuern von Unternehmen – von denen drei Viertel an den Kanton gehen – mit 3,5 Millionen fast 500000 Franken höher als budgetiert. Aber: «Die Steuerkraft je Einwohner liegt in Rorschach noch immer unter dem kantonalen Durchschnitt», hält der Stadtrat fest. Auf der Ausgabenseite fällt ins Gewicht, dass die Schule, sie ist die grösste Aufwandposition, 2017 weniger kostete: Mit 16 Millionen 560000 Franken weniger als budgetiert. Weitere Einsparungen verteilen sich auf viele Positionen. Der Stadtrat hatte auch 2017 das Ziel, das budgetierte Defizit zu vermeiden. «Die strikte Ausgabendisziplin bewirkte Minderaufwand bei den Personal- und Sachausgaben», zieht er Bilanz. Investiert hat die Stadt eine hohe Summe von 8,7 Millionen Franken. Damit stiegen die zuvor stark gesenkten Schulden wieder etwas an, von 5,6 auf 8,2 Millionen oder knapp 900 Franken je Einwohner.

Steuersenkung frühestens 2019 geplant

Das Budget für 2018 unterbreitet der Stadtrat mit gleichbleibendem Steuerfuss von 146 Prozent und einer Million Franken Defizit. Den Verzicht auf eine weitere Steuersenkung – mindestens dieses Jahr – trotz guter Rechnung begründet er so: «Die Auswirkungen des neuen Rechnungsmodells ab 2019 sind noch nicht bekannt.» Mit diesem steigt das ausgewiesene Vermögen der Gemeinden, dafür müssen sie mehr abschreiben.

Rorschach hat weitere Gründe für Vorsicht bei Steuersenkung: In die Rechnung flossen 2017 rund 1,6 Millionen Franken vom Bodenverkauf, für 2018 ist eine weitere Million budgetiert. Doch diese Quelle wird nicht ewig sprudeln. Der Spielraum für tiefere Ausgaben als budgetiert ist enger, weil der Stadtrat alle Positionen bereits durch die frühere Leiterin des kantonalen Amtes für Gemeinden auf mögliche Einsparungen hat prüfen lassen. Zudem werden Änderungen an Steuergesetzen von Bund und Kanton tiefere Einnahmen bewirken. Damit können sich zusätzlich Aufgaben und Kosten zu Gemeinden verschieben.

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